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Der größte Berchtesgadener Christbaum aller Zeiten

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Der Christkindlmarkt in Bozen wie auch der »Berchtesgadener Advent« stehen vor der Tür. Mit Vorfreude warten (v.l.) Brigitte Zobel, Geschäftsführerin der Berchtesgadener Advent GmbH, Peter Nagel, Geschäftsführer der BGLT, und Roberta Agosti, Direktorin des Bozener Verkehrsamtes. (Foto: Meister)

Berchtesgaden – Der »Berchtesgadener Advent« geht in seine neunte Saison. »Wir sind erfolgreich und wollen immer besser werden«, so etwa lautet das Credo von Geschäftsführerin Brigitte Zobel, mit dem sie das Treffen der Mitglieder der »Berchtesgadener Advent GmbH« im Gasthaus »Goldener Bär« eröffnete. Der Markt habe sich gut entwickelt, habe immer wieder mit neuen Ideen auf sich aufmerksam gemacht und sei hervorragend angenommen worden.


Dennoch müsse es das Ziel sein, noch besser zu werden als adventliches Event. Der Berchtesgadener Adventmarkt punkte mit entspannter Atmosphäre, fernab der vielerorts herrschenden Hektik unter in Dauerschleife dudelnden Weihnachtsliedern. Und es sei immer eine Steigerung möglich. »Besser, schöner, hochwertiger werden, das ist unser Ziel«, sagte Zobel.

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Die Mitglieder durften bei der Versammlung nicht weniger als acht Glühwein-Varianten verkosten, um die beste Rezeptur zu ermitteln, die auch den Besuchern schmeckt. Aus den speziellen Berchtesgadener Tassen, versteht sich. 80 000 bis 100 000 Besucher sollen auch heuer wieder zum Christkindlmarkt kommen, der in diesem Jahr bis zum 31. Dezember geht. Dazu ist viel Einsatz auf vielen Ebenen erforderlich. Natürlich wird der Berchtesgadener Advent alle seine bisherigen Attraktionen zuverlässig beibehalten.

Wieder Christbaumlabyrinth

Neben den Ständen, an denen es Glühwein, Kinderpunsch und andere kulinarische Spezialitäten gibt, kann der Weg durch das Christbaumlabyrinth gewagt werden. Zudem werden Führungen durch den Ort angeboten, oder der Besucher genießt den Ausblick vom Emmausweg aus über den Markt. Wer es lieber entspannt mag, kann mit der Pferdekutsche eine kleine Rundfahrt unternehmen. Daneben gibt es noch eine ganze Menge von besonderen Veranstaltungen unter dem Motto: »Mit stader Musi und vui Gfui.« Der eigene »Berchtesgadener Kinderadvent« bietet Unterhaltung für die kleinen »Berg-Advent-Besucher« – sei es mit dem nostalgischen Karussell, in der Kinderbackstube, in der Malwerkstatt, im Streichelgehege oder beim Engerlpostamt.

Partnerschaft mit Bozen

Neu ist in diesem Jahr eine Partnerschaft mit dem bekannten Christkindlmarkt in Bozen. Dieser findet heuer bereits zum 28. Mal statt und kann auch Ideengeber für die »Berchtesgadener Advent GmbH« werden. In kleinerem Maßstab wird es in diesem Advent bereits kleinere »Pendlergruppen« geben, wie eine Musikformation aus Bozen in Berchtesgaden und im Gegenzug einheimische Kunsthandwerkerinnen in Bozen. Die Märkte in Bozen und in Berchtesgaden, ungeachtet der Größenungleichheit beider Orte, verfolgten ähnliche Ziele, was eine Zusammenarbeit reizvoll mache.

Roberta Agosti, Geschäftsführende Direktorin vom Verkehrsamt Bozen, schilderte kurz die Südtiroler Situation und zeigte auch Stolz, dass sich das Konzept des Bozener Christkindlmarktes so gut bewährt habe, dass nicht nur die Nord- sondern auch vermehrt die Süditaliener alljährlich den Markt besuchten. Wovon auch die Beherbergungsbetriebe profitierten. Man sei offen für Neues, verändere aber die Pflege der Tradition nicht. Auf dem zentralen Marktplatz habe man in jedem Jahr etwa 80, auch wechselnde, Aussteller, dazu kämen auf Nebenplätzen und Höfen noch einige dazu. Abgesehen von sporadischen Zuschüssen der Stadt finanziere sich der Markt selbst. Als besondere Herausforderung sah Agosti, dass man die Wochentage »gästevoller« bekomme, während die Wochenenden kaum noch Kapazitäten hätten. Vermittelt hatte die Verbindung zwischen Berchtesgaden und Bozen BGLT-Geschäftsführer Peter Nagel. Im Gegensatz zu früheren Jahren engagiert sich die BGLT nun auch stärker für den zum »Renner« gewordenen Advent-Markt. Was sich, laut Brigitte Zobel, auch im Projekt Christbaum gezeigt habe, dem Nagel sofort zustimmte. Und auch bereit war ein wenig »Geld in die Hand zu nehmen«. »Wenn die Leute nach dem Besuch kein Erlebnis mit nach Hause nehmen, haben wir schon verloren«, nannte er als Triebfeder. Eine besondere Neuheit soll als Blickfang auf dem Vorplatz des AlpenCongress stehen: Der »größte Berchtesgadener Christbaum aller Zeiten«, wie Zobel ankündigte. Mindestens zehn bis zwölf Meter hoch, sagt die Geschäftsführerin. Und geschmückt werden soll er mit Berchtesgadener Christbaumschmuck. Weil große Holzfiguren den Christbaum in kurzer Zeit zum Trauerbaum herunterziehen würden, werden die Figuren derzeit maßstabsgetreu aus leichterem Material, wie beispielsweise Styropor, gefertigt, und können mit einer mehrlagigen Kunstharzschicht auch mühelos Regen, Sturm oder Schnee trotzen. Etwa 50 Figuren sollen den stattlichen Baum zur Premiere schmücken. Zobel bezeichnet dies als eine besondere Wertschätzung der Tradition und des Berchtesgadener Handwerks. Als Partner für dieses neue Wahrzeichen konnte sie auch den Markt Berchtesgaden und die Berchtesgadener Land Tourismus GmbH gewinnen. Dieter Meister

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