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Der Kreisjugendring hat Zuwachs bekommen

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Ein Teil der neu gewählten Vorstandsmitglieder des Kreisjugendrings Berchtesgadener Land mit (v.l.) Christian Bätzold, Katharina Brüderl, Ricarda Elsholz, Hans Feil, Tanja Ammersdörfer und Patrick Spychala. (Fotos: Bittner)
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Die jungen Tänzer von »Urbane Kultur« zeigten im Rahmen der Frühjahrsvollversammlung eine kurze Darbietung ihres beeindruckenden Könnens.

Berchtesgadener Land – Mit dem Verein »Urbane Kultur« aus Freilassing hat der Kreisjugendring (KJR) Berchtesgadener Land ein neues Mitglied in seinen Reihen. Die Frühjahrsvollversammlung votierte einstimmig für die Aufnahme der modernen Tänzer, die mit demJugendkulturhaus »»Werk 71« in der Grenzstadt ihre sportliche Heimat gefunden haben, dort auch gelebte Integration praktizieren und somit Vorbild-wirkend arbeiten: »Wir haben jüngst drei junge Flüchtlinge bei uns aufgenommen, die mit uns trainieren«, erzählte der 33-jährige Onur, Kopf der beeindruckenden Bewegungsprofis im Rahmen der Zusammenkunft im Evangelischen Gemeindehaus Bad Reichenhall.


22 der derzeit 40 stimmberechtigten Delegierten aus den diversen Mitgliederverbänden waren gekommen, somit konnte der stellvertretende KJR-Vorsitzende Hans Feil gerade noch Beschlussfähigkeit vermelden. Matthias Fack, Vorstand des Bayerischen Jugendrings (BJR), atmete tief durch, denn 21 Stimmberechtigte waren an diesem Abend nötig. Nicht unwichtig, stand doch die im Zwei-Jahres-Rhythmus vorgesehene Neuwahl der gesamten Vorstandschaft auf der umfangreichen Tagesordnung.

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Dabei wurde unter dem Wahlvorsitz von Matthias Fack sowie der stellvertretenden Landrätin Elisabeth Hagenauer als Wahlhelferin der 1. KJR-Vorsitzende Andreas Geigenberger in Abwesenheit – er befindet sich auf einer längeren Dienstreise – mit nur einer Gegenstimme in seinem Amt bestätigt. Er hatte im Vorfeld signalisiert, den Posten gerne weiterzuführen zu wollen. Sein Stellvertreter bleibt Hans Feil, der die Versammlung mit angenehm ruhiger Hand durch den Abend führte. Er ist seit vier Jahren beim KJR und seit zwei Jahren 2. BGL-Vorsitzender.

Als Beisitzer wählten die Anwesenden aus den diversen Mitgliedsverbänden Christian Bätzold, Tanja Ammersdörfer, Ricarda Elsholz, Katharina Brüderl, Patrick Spychala und die nicht an der Versammlung teilnehmenden Sebastian Gadenz und Dr. Michael Populorum (sie hatten sich ebenfalls vorab schriftlich für dieses Amt bereit erklärt) in die beisitzende Vorstandschaft. Pidings Bürgermeister Hannes Holzner und Stefan Wieneke erklärten sich zudem ein weiteres Mal bereit, als Kassenprüfer des Kreisjugendrings zu fungieren, alle Gewählten nahmen ihre Ämter an. Julia Chudoba, Michael Haider und Bernhard Reiser wurden aus ihren Beisitzerposten mit je einem Thermengutschein als Dank verabschiedet.

Neuer Geschäftsführer

Möglich war diese Neuwahl erst durch die Entlastung der Vorstandschaft, nachdem Stefan Wieneke der KJR-Spitze um Andreas Geigenberger, Hans Feil und vor allem Gabi Schimmel, die 2014 die Aufgaben der Geschäftsstelle übernommen hatte, eine umsichtige und einwandfreie Kassenführung des Kreisjugendrings bescheinigte. Als neuer Geschäftsführer beginnt der bis dato in der Vorstandschaft tätige Rudi Hiebl im Mai zumindest in Teilzeitfunktion seine Arbeit, ab 1. Oktober dann als Vollzeitkraft.

Ein zentraler Punkt der Aufgaben der Körperschaft des öffentlichen Rechts ist der Jugendzeltplatz am Abtsdorfer See unter der Leitung von Marion Zeisler. Ihr dankte der KJR-Vorstand für ihre höchst engagierte Arbeit. 2014 wurden durch das Landratsamt Berchtesgadener Land die behindertengerechten sanitären Anlagen grundsaniert, »ja fast schon entkernt«, wie es Gabi Schimmel in ihrem Jahresbericht formulierte. In Anbetracht der Aufnahme der jungen Leute des Vereins »Urbane Kultur« unterbreitete Zeisler den Vorschlag, im Sommer ein »Fest der drei Feuer« am See zu veranstalten, im Rahmen dessen sich einzelne Gruppen präsentieren könnten. »Wir stehen in allem, was du vorhast, voll und ganz hinter dir«, stärkte Hans Feil der Zeltplatzwartin den Rücken.

32 000 Euro vom Landkreis

In ihrem Jahresbericht informierte Gabi Schimmel von den vielfältigen Angeboten und Unternehmungen des Kreisjugendrings. Der KJR ist beispielsweise stark in der Bildungsregion Berchtesgadener Land vertreten und nimmt an zahlreichen Tagungen oder Sitzungen wie dem Bayerischen Jugendring teil. Persönliche Gespräche mit Entscheidungsträgern aus der regionalen Politik gehören ebenfalls zum Tagesgeschäft. Die Statistik bezüglich der Zuschüsse, die von den Verbänden und Vereinen eingereicht und an das Landratsamt weitergleitet wurden, weist für 2014 eine Jugendarbeit-Teilnehmerzahl von 3 244 an den diversen Aktionspunkten wie Ausbildungen, Veranstaltungen oder Fahrten und Bildung und aus. Hierfür wurde ein finanzielles Gesamtvolumen von fast 32 000 Euro seitens des Landkreises geleistet.

Am Zeltplatz nahe Laufen wurden 940 Besucher registriert, die zusammen 89 Tage am Abtsdorfer See verbrachten. Leider musste das Rettungsschwimmen sowie die Projektwoche aufgrund zu weniger Anmeldungen abgesagt werden. Die Grundkurse, die Praxis am Zeltplatz sowie der große Erste-Hilfe-Kurs konnten dagegen wie geplant stattfinden. Viele Zeltplatz-Buchungsanfragen in den Sommerferien muss Gabi Schimmel schweren Herzens ablehnen, weil »fast alle Gruppen in der ersten Augustwoche kommen wollen«. Große Posten inklusive einer umfangreichen Organisation bedeuten alljährlich die betreuten Pfingstzeltlager am Abtsee oder am Hafnersee in Kärnten, die durch die Teilnehmerbeiträge sowie die Zuschüsse gedeckt werden können.

Die Jahresrechnung über die Einnahmen und Ausgaben des KJR weist keinen Fehlbetrag auf: 2014 hielt sich das Gesamthaushaltsvolumen – Solleinnahmen und -ausgaben – mit gut 126 000 Euro die Waage. Rücklagen konnten gebildet werden. Die vorhandenen Betriebsmittelrücklagen sollen in diesem Jahr unter anderem in die weitere Modernisierung und Umrüstung der EDV sowie einen neuen Kopierer investiert werden. Die zweckgebundenen Bestände sind dagegen für größere Vorhaben am Zeltplatz vorgesehen. Schulden gibt es keine. Hans-Joachim Bittner