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Der »sanfte Weg« in Bischofswiesen

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Der Bezirksvorsitzende von Oberbayern, Denis Weisser (l.), Kampfrichterobmann Ludwig Tradler (2. v.r.) und der Vizepräsident des Bayerischen Judo-Verbandes, Herbert Eberlein, überraschten Helmut Angerer mit der Verleihung des 5. Dan. Fotos: privat
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Judotrainerin Doris Angerer und Abteilungsleiter Rupert Haueis erhielten vom Bayerischen Judoverband die Ehrennadel in Silber. Für den Verein nahmen sie auch die goldene Ehrenurkunde für 50 Jahre Judo entgegen.

Bischofswiesen – Kraft und Geschmeidigkeit, aber auch innere Werte wie Aufrichtigkeit, Mut, Güte und Höflichkeit kennzeichnen die alte japanische Kampfkunst Judo, den »sanften Weg«. Einen Weg, den der ASV Strub mit seiner Judoabteilung nun schon seit 50 Jahren beschreitet. Das runde Jubiläum feierten Verein und Abteilung kürzlich mit vielen besonderen Gästen und Gratulanten im Gasthaus »Gerstreit«.


Judoabteilungsleiter Rupert Haueis, Trainerin Doris Angerer und Judo-Urgestein Helmut Angerer blickten gemeinsam mit über 100 Jubiläums- und Ehrengästen auf fünf spannende und erfüllte Jahrzehnte des Bischofswieser Judosports zurück. Ungezählte Kinder und Jugendliche lernten in diesen Jahren von den engagierten Trainern des Vereins die japanische Kampfkunst, deren Wurzeln bis ins 8. Jahrhundert zurückreichen.

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»Nicht nur Sport, sondern eine Lebenseinstellung«

Mehr noch als die vielen Erfolge von Vereinsmitgliedern bei Wettkämpfen oder das beachtenswerte Gastspiel der Damenmannschaft in der Bundesliga zählen für Rupert Haueis die Vermittlung der Freude am Sport und die Stärkung von Körper und Geist zu den Aufgaben und den besonderen Leistungen des Vereins. »Für viele, die bei uns Judo betreiben, ist es nicht nur ein Sport, sondern eine Lebenseinstellung geworden«, berichtete der Abteilungsleiter.

Viel Lob für ihr langjähriges Wirken erhielten der ASV-Strub und seine Judoka von Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber, von hochrangigen Vertretern der übergeordneten Sportverbände und von den Vorständen befreundeter Vereine aus der näheren und weiteren Umgebung.

Bürgermeister Weber hob vor allem die besondere Kameradschaft hervor, die im Verein und seiner Judoabteilung über die Jahre hinweg gelebt worden sei, und freute sich über eine »unheimlich gute Nachwuchsarbeit«. Bei allen Veränderungen, die der ASV-Strub in seiner mehr als 50-jährigen Geschichte erlebte, zeige sich die Judoabteilung über die Zeit hinweg als konstante Größe.

Auszeichnung für die Leitfigur Helmut Angerer

Für einen überraschenden Höhepunkt der Geburtstagsfeierlichkeiten sorgten der Vizepräsident des Bayerischen Judo-Verbandes, Herbert Eberlein, und der Bezirksvorsitzende von Oberbayern, Denis Weisser. Gemeinsam mit Kampfrichterobmann Ludwig Tradler verliehen sie dem Bischofswieser Judo-Urgestein und hochverehrten Meister der japanischen Kampfkunst, Helmut Angerer, als Auszeichnung für seinen unermüdlichen Einsatz als Trainer, Kampfrichter und Organisator vorzeitig und ohne gesonderte Prüfung den 5. Meistergrad (5. Dan).

Angerer hat über Jahrzehnte hinweg den Judosport in der Region und auch weit über diese hinaus mit geprägt. Sichtlich bewegt nahm der gestandene Athlet, der sich schon länger auf die hohe Dan-Prüfung vorbereitet hatte, von den beiden Offiziellen den schwarzen Gürtel mit den fünf aufgestickten roten Streifen entgegen.

Besonders geehrt wurden auch Doris Angerer und Rupert Haueis, die mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet wurden und von den beiden hohen Sportfunktionären Eberlein und Weisser die Ehrenurkunde des Vereins in Gold für 50 Jahre Judo übergeben bekamen. Doris Angerer und Rupert Haueis war es schließlich ein besonderes Anliegen, das große Engagement der Trainingshelfer und die Leistungen der erfolgreichen Wettkämpfer der Judoabteilung hervorzuheben und mit kleinen Aufmerksamkeiten zu würdigen. H.L.