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Der Weg zu den Urkunden führt über den roten Teppich

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Sie sind jetzt staatlich geprüfte Kinderpfleger: die 27 Absolventen mit ihren Urkunden und Blumen zusammen mit dem Leiter der Fachakademie Michael Väth (links) und Diakonie-Vorstand Andreas Karau (rechts). Foto: Eder

Teisendorf – In einer schön gestalteten Feier im Poststall in Teisendorf haben die Absolventen der Traunsteiner Fachakademie für Sozialpädagogik des Diakonischen Werks ihre Abschluss-Urkunden verliehen bekommen. 22 junge Frauen und fünf junge Männer haben damit ihre Ausbildung zum staatlich geprüften Kinderpfleger beendet, 59 Studierende dürfen sich jetzt staatlich anerkannte Erzieher nennen.


Wie es bei der Fachakademie netter Brauch ist, mussten alle Absolventen über einen roten Teppich zur Ehrung schreiten. Fachakademieleiter Michael Väth gratulierte den staatlich anerkannten Kinderpflegern und den Erziehern, die die teils doch recht anstrengende und anspruchsvolle Ausbildung erfolgreich hinter sich gebracht hatten. Sie bräuchten sich wohl um einen Arbeitsplatz keine Sorgen machen, solle doch das Recht auf Kinderbetreuung noch ausgebaut werden, und auch im Bereich der Integration würden weiterhin Fachkräfte gesucht.

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24 Studierende hätten bei der Gründung vor neun Jahren mit ihrer Ausbildung an der Fachakademie für Sozialpädagogik des Diakonischen Werks begonnen, inzwischen seien es 285. Langsam sei die Fachakademie aufgebaut worden, sodass in diesem Jahr erstmals ein Kurs seinen Abschluss gemacht hat, der von der Fachakademie über die vollen fünf Jahre betreut worden ist.

Zu der hohen fachlichen Qualifikation der Absolventen gehöre das notwendige Fachwissen, aber ebenso wichtig sei die Vermittlung von Werten. Diese an die Kinder und Jugendlichen weiterzugeben, sei ein wichtiger Beitrag zu einer funktionierenden Gesellschaft. Väth begrüßte es, dass die meisten der Absolventen Stellen vor Ort gefunden haben und damit in der Region tätig werden, was von jeher ein Ziel der Fachakademie gewesen sei.

Der Stellvertretenden Schulleiterin Barbara Berger war es ein Anliegen, vor allem den 28 jungen Menschen, die sie seit 2013 als Kursleiterin betreut hatte, noch ein paar Worte zu widmen. Man habe eine schöne Zeit zusammen verbracht, nichts sei schiefgelaufen und es habe sich eine gute Kursgemeinschaft gebildet. Als Abschiedsgeschenk hatte Barbara Berger für alle ihre Kursmitglieder eine Muschel vorbereitet – verbunden mit dem Wunsch, dass alle ihre Ressourcen so entwickeln könnten, wie es die Muschel mit ihrer Perle tue.

Diakonie-Vorstand Andreas Karau wünschte den Absolventen, dass sie gut »ins Berufsleben durchstarten«. Mit den Methoden und Handlungs-Kompetenzen hätten sie gelernt, Probleme zielgerichtet zu bearbeiten. Zudem hätten sie sich alle menschlich weiterentwickelt und soziale Kompetenzen erworben. Gerade diese seien heutzutage ganz wesentliche Einstellungskriterien.

In der Fachakademie, die eine Art Gewächshaus sei, herrsche ein Klima, in dem die Studierenden heranreifen und wachsen können, so Karau weiter. Über 3200 Fachkräfte seien in den Fachakademien der Diakonie in Traunstein und Mühldorf bereits ausgebildet worden, worüber er schon »ein wenig stolz« sei.

Theresa Edfelder bedankte sich im Namen der Absolventen mit einem Gedicht auf Bairisch bei allen, die sie auf ihrem Ausbildungsweg begleitet haben. Zwar wünsche sich keiner mehr die Anstrengung der Ausbildung, aber man denke gerne an die Dozenten zurück und an all das, was man an der Akademie erlebt habe.

Der Parallelkurs führte einen Sketch auf, der in übertriebener Weise zeigen sollte, wie uninteressiert und abgelenkt sich manche Studierenden gelegentlich im Unterricht verhalten hätten. So hätten sie, wie es danach in einer Rede hieß, »den Lehrkräften wohl einiges abverlangt«. Trotzdem hätten diese den Glauben an ihre Schüler nicht verloren und sie »durch die Abschlussprüfung geboxt«.

Einen besonderen Dank zollte dieser Kurs seiner Kursleiterin Barbara Berger. Der Abschied von ihr falle besonders schwer; Studierende und Dozentin seien Freunde geworden. Als Abschiedsgeschenk hatten die Studierenden ein großes Bild mit den Fotos aller Kursteilnehmer angefertigt, auf denen diese mit ihrer jeweils herausragenden Eigenschaft humorig beschrieben wurden.

Mit dem Kultsong »Heal the world« dankte ein Chor, zusammengesetzt aus dem Kurs der Erzieherinnen im Anerkennungsjahr und dem derzeitigen Oberkurs I, seinem ehemaligen Partnerkurs für die gute Betreuung. Es gab auch noch weitere musikalische Beiträge, vorgetragen vom Chor und vom Orchester der Fachakademie, abwechselnd geleitet von den Musiklehrerinnen Barbara Danner und Monika Schwarzenbacher. he