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Deutschlands höchste Buslinie wieder in Betrieb

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Die »Kehlsteinfamilie« postierte sich vor der ersten Betriebsfahrt auf den Kehlstein vor einem der sechs neuen Busse (v.l.): Michael Wendl, Florian Herttan, Elisabeth Rasp, Andreas Datz, Thomas Weber, Norbert Eder, Bartl Mittner, Sebald König und Michael Schmidt. (Foto: Wechslinger)

Berchtesgaden – Die 40. Saison auf Deutschlands höchster Buslinie soll genau so unfallfrei verlaufen wie die 39 davor. Das wünscht sich die »Kehlsteinfamilie«, deren Mitglieder sich gestern zur Eröffnungsfahrt trafen. Mit sechs neuen Bussen ist man für die bevorstehende Saison bestens gewappnet.


Ab heute läuft der öffentliche Busverkehr hinauf zum Kehlstein. 14,5 Millionen Menschen wurden in 39 Jahren von der Regionalverkehr Oberbayern GmbH auf der sieben Kilometer langen Strecke transportiert.

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Die Pfarrer Thomas Frauenlob und Peter Schulz baten gestern vor der Eröffnungsfahrt am Hintereck um Gottes Segen und weihten die Busse ein. Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber hieß stellvertretend für Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp die Ehrengäste willkommen.

Der RVO sei stolz darauf, ein Teil der Leistungsbringer für den Kehlsteinbetrieb zu sein, sagte Niederlassungsleiter Andreas Datz. Man sei sich aber auch der großen Verantwortung bewusst, die Fahrgäste sicher auf den Berg und wieder ins Tal zu bringen. Auch aus diesem Grund seien wieder sechs neue Kehlsteinbusse vom Typ Mercedes Benz Citaro mit einem Euro-VI-Motor im Wert von jeweils gut 200 000 Euro angeschafft worden. »Drei unabhängige Bremssysteme sorgen dafür, dass eine größtmögliche Sicherheit vorhanden ist«, so Datz, der das Durchschnittsalter der Kehlstein-Busflotte auf 1,6 Jahre bezifferte.

»Wir fahren seit 39 Jahren unfallfrei und hoffen auf Gottes Segen auch in dieser 40. Saison«, wünschte sich Datz. Hauptverantwortlich für die Sicherheit der Fahrgäste sind freilich die Busfahrer. So absolvierte »Kehlsteinkönig« Georg Winkler bisher 14 000 Fahrten, Jakob Datzmann bringt es auf 10 000 und Andreas Kerschbaumer, Stefan Hinterseer und Gottfried Köppl folgen mit je 8 000.

Datz lobte auch die tolle Zusammenarbeit mit der »Kehlsteinfamilie«, zu der das Staatliche Bauamt, die Bayerischen Staatsforsten, das Landratsamt, die TRBK, die Wirtefamilie Eder, die Landesstiftung, die Dokumentation Obersalzberg, die Familie Schmölzl, Silvia Fabritius und der RVO gehören.

Die Dauer der Saison richtet sich wie immer nach dem Wetter. Spätestens am 31. Oktober wird sie aber beendet sein. Christian Wechslinger