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»Die forstlichen Gene bringe ich mit«

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Der Traunsteiner Armin Haberl wird der neue stellvertretende Leiter des Forstbetriebs Berchtesgaden. (Foto: Pfeiffer)

Berchtesgaden – Der Traunsteiner Armin Haberl wird neuer stellvertretender Leiter des Forstbetriebs Berchtesgaden; der Forstbetrieb erstreckt sich über das Berchtesgadener Land, den Rupertiwinkel und den östlichen Chiemgau.


Der studierte Forstwirt, der derzeit an seiner Promotion arbeitet, freut sich auf die neue Aufgabe in ihm bekannten Gefilden. Mit Tourenski oder per Mountainbike war er an seiner neuen Wirkungsstätte in Berchtesgaden schon häufig unterwegs. Die Ortskenntnisse erleichtern ihm den Einstieg.

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Armin Haberl ist froh, dass er jetzt endlich angekommen ist. Er hätte es tatsächlich schlechter treffen können mit seiner neuen Stelle am Forstbetrieb Berchtesgaden. In den letzten Tagen und Wochen wurde er auf seine neue Arbeit vorbereitet. Haberl übernimmt die Aufgaben von Peter Renoth, der nach 30 Jahren in den Ruhestand geht.

Haberl hat, wie Renoth, an der LMU München studiert, Forstwissenschaften. 1993 absolvierte er die Staatsprüfung, arbeitete in verschiedenen Forstämtern, er war in Hammelburg, Schliersee, Kreuth. Bis 2007 war er stellvertretender Leiter im Bildungszentraum Laubau der Bayerischen Staatsforste, wurde dann Leiter der Forsttechnik-Süd, ebenso unter den Staatsforsten. Bis zu 60 000 Kilometer war er im Jahr mit dem Auto unterwegs. Dass er künftig nun von Traunstein nach Berchtesgaden fahren muss, stört ihn überhaupt nicht, das sei einfach eine »schöne Gegend«.

Haberl ist jetzt knapp 50 Jahre alt, er hat erst vor vier Jahren begonnen zu promovieren. »Das ist schon etwas ganz anderes, wenn man so spät noch mal beginnt, wissenschaftlich zu arbeiten und zu lernen.« Aktuell befindet er sich in den letzten Zügen seiner Promotion, es steht nur noch die Verteidigung an. Sein Thema: »Schlitzverfahren zur Verjüngung von Gebirgswäldern.« Das Verfahren wird mittlerweile aktiv bei den Bayerischen Staatsforsten angewandt. »Darauf bin ich schon ein bisschen stolz, die Arbeit hat sich also gelohnt«, sagt er. Mit dem Verfahren will man unter anderem vermeiden, große Baumflächen kahl zu schlagen, vielmehr soll immerzu Baumbewuchs vorhanden sein.

Armin Haberl hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur mit dem wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigt, er ist natürlich auch leidenschaftlicher Jäger. »Ich gehe jedes Jahr auf die Jagd«, sagt er und erzählt, dass bereits sein Ururgroßvater »Leibjäger von Prinzregent Luitpold« gewesen sei. »Die forstlichen Gene bringe ich also mit«, freut sich Haberl. Auf die kommenden Monate blickt er freudig, aber auch mit dem nötigen Respekt. »Es kommen viele Aufgaben auf mich zu.« kp