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Die Geehrten der 2. Berchtesgadener Sport-Gala

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Alle Geehrten der 2. Berchtesgadener Sport-Gala: Sie verbrachten einen glamourösen Abend im »AlpenCongress«. (Fotos: Bittner)

Sportlerin des Jahres

Snowboarderin Ramona Hofmeister ist Sportlerin des Jahres. Neben Felix Loch als Sportler des Jahres erhielt sie den von Unternehmer und Sportförderer Heinz Quittenbaum neu gestalteten Pokal mit dem Watzmann im Mittelpunkt und zwölf symbolisierten Wintersportarten. Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber würdigte die 22-jährige Bronzemedaillengewinnerin von Pyeongchang als typisches Sternzeichen Widder: »Eine Macherin, optimistisch, ihre Ziele durchsetzend.«

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Nachwuchssportlerin des Jahres

Der 2. Ramsauer Bürgermeister Rudi Fendt zeichnete hier eine Sportlerin aus seiner Gemeinde, dem Bergsteigerdorf, aus: Biathletin Franziska Pfnür, 18 Jahre jung, vom Ski-Klub Ramsau. Fendt freute sich, dass die Junioren-WM-Zweite in der Verfolgung von Estland hier einen besonderen Rückzugsort habe. Die Medaille von Franzi Pfnür in Otepää Anfang März war die einzige für Deutschland.

Nachwuchssportler des Jahres

Skeleton-Pilot Felix Keisinger ist hinter Weltcup-Starter Axel Jungk der aktuell zweitbeste deutsche Starter. Grund genug, ihm den Titel »Shootingstar der Skeletonszene« zuzuschreiben und als Nachwuchssportler des Jahres den Berchtesgadener Sportpreis zu überreichen. Diese Aufgabe übernahm Marktschellenbergs Bürgermeister Franz Halmich, der dem 20-jährigen Sportsoldaten vom WSV Königssee für seinen Mut zur Schnelligkeit im Eiskanal großen Respekt zollte. Bei der Junioren-WM in St. Moritz holte Keisinger hinter zwei Russen Bronze.

Trainer des Jahres

Norbert Loch ist nicht nur national einer der erfolgreichsten Trainer, sondern weltweit: Die Medaillen seiner Rodler bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften oder Weltcuprennen lassen sich nicht mehr in ein paar Zeilen aufzählen. »Schließlich ist er als Thüringer längst auch als Bayer akzeptiert und anerkannt«, schmunzelte Laudator Andreas Trautvetter, Präsident des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD). Der 56-jährige Norbert Loch zeigte sich gerührt, weil ihn Trautvetter nicht nur als großen Trainer, sondern vor allem als »großen Menschen« würdigte.

Stützpunkt-Trainer des Jahres

Die Sportdirektorin des Deutschen Ski-Verbandes (DSV), Karin Orgeldinger, zeichnete Landestrainer und Skisprung-Manager Christian Leitner aus Schönau am Königssee aus. Der 47-Jährige feierte unzählige Erfolge mit seinen Schützlingen, zu denen der Weißbacher Andreas Wellinger und der bei der Gala ebenfalls ausgezeichnete Constantin Schmid gehört.

Mannschaft des Jahres

Bei starker Wintersport-Lastigkeit bot die Auszeichnung für die Fußballer der SG Schönau eine willkommene Abwechslung: Das in die Bezirksliga aufgestiegene Team ist die höchst-angesiedelte Mannschaft im inneren Landkreis und hält sich aktuell mit Rang 9 der Gruppe Ost gut im Rennen. Schönaus Bürgermeister Hannes Rasp überreichte den Preis und würdigte nicht nur den Erfolg des Teams, sondern der ganzen Abteilung.

Persönlicher Preis der Bürgermeister

Tobias Wendl und Tobias Arlt freuten sich dieses Mal über den besonderen Preis der fünf Bürgermeister der Berchtesgadener Gemeinden. Die mittlerweile vierfachen Doppelsitzer-Olympiasieger im Rennrodeln hätten laut Laudatorin Michaela Kaniber ihren unbeschreiblichen Teamgeist in die Welt hinausgetragen und einzigartige Erfolge mit nach Hause gebracht.

Herausragender Absolvent des CJD Berchtesgaden

Unter dieser Kategorie wurde Constantin Schmid von Georg Grabner auf die Bühne gebeten. Der Landrat würdigte die Leistungen des jungen Skispringers aus Oberaudorf. Als Debütant beendete der Juniorensportler die Vierschanzentournee im Januar als sensationeller Gesamt-18. Georg Grabner will von einer Lehrerin erfahren haben, dass Schmid »immer brav, immer zuverlässig« gewesen sei und »immer gute Noten« geschrieben habe. Der 18-Jährige holte bei der Skisprung-Junioren-WM in Kandersteg Gold mit dem Team und Silber im Mixed.

Lebenswerk

Jury-Vorsitzender Helmut Weinbuch, ehemaliger Generalsekretär des Deutschen Skiverbandes und »Sport-Talent«-Ehrenpräsident, zeichnete einen Wegbegleiter aus, der für den Sport lebt: Jürgen Seifert. Vom Langlauf zum Biathlon gekommen hatte er 1974 entscheidenden Anteil, dass dieser Sport als weitere nordische Sportart beim DSV aufgenommen wurde. Fortan ging es mit dem Biathlon bergauf. Als Cheftrainer feierte Seifert unter anderem mit Olympiasieger Peter Angerer aus Hammer unvergessliche Momente und »formte« als Stützpunkttrainer in Berchtesgaden Talente wie Evi Sachenbacher-Stehle, Tobias Angerer oder Peter Schlickenrieder, den neuen Cheftrainer der deutschen Langläufer.

Herausragender Förderer des Sports

BSD-Sportmanager Alexander Resch überreichte Roland Schnaitmann von der Bayernwerk Netzwerk GmbH den Pokal für die außergewöhnliche Förderung des Berchtesgadener Sports: 300 000 Euro seit 2002 für den Nachwuchs. Die Jury war sich einig, dass der Energieversorger mit seinem Kundencenter in Freilassing den Pokal verdient habe. Hans-Joachim Bittner