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Der K 2 war der letzte der 14 Achttausender-Gipfel, die Gerlinde Kaltenbrunner ohne zusätzlichen Sauerstoff bestiegen hat. (Foto: Christian Wechslinger)

Die innere Dimension des Bergsteigens – Gerlinde Kaltenbrunner erzählt vom erbitterten Kampf um den K2

Schönau am Königssee – Mit der Besteigung des K2 im Jahr 2011 hatte es Gerlinde Kaltenbrunner endlich geschafft. Als erste Frau der Welt hatte sie alle 14 Achttausender ohne Zuhilfenahme von zusätzlichem Sauerstoff bestiegen. Ihren lang andauernden Kampf um den Achttausender, zu dem viele gescheiterte Versuche gehörten, schilderte die mittlerweile 51-Jährige am Freitag auf Einladung von Intersport Renoth in einem spannenden Vortrag in der Jennerbahn-Talstation.


»Ich glaube an Kräfte, die nicht sichtbar und greifbar sind und dennoch wirken«, betonte Gerlinde Kaltenbrunner gleich zu Beginn ihres Vortrags unter dem Titel »Die innere Dimension des Bergsteigens«. Wasti Renoth hatte die Verbindung zu Gerlinde Kaltenbrunner hergestellt und begrüßte die große Alpinistin, die es verstand, die zahlreichen Gäste aus Bergsteigerkreisen mit ihrem Vortrag zu fesseln. Sie sei oft umgekehrt, wenn es unabwägbar wurde, und das habe ihr schon oft das Leben gerettet.

Dieses Umkehren begann für sie bereits als junges Mädchen, als sie die Bischofsmütze im Dachsteinmassiv besteigen wollte. Sie war gut vorbereitet und hatte sich so gefreut, als ihr Seilpartner plötzlich sagte, dass er nicht einsteigen werde. Zwei Wochen später war die Route durch einen Felssturz weggerissen. Jahre später wurde ihr Geländewagen bei einer gefährlichen Fahrt zu einer Expedition von einem Felssturz verschüttet. Nur Momente vorher sei sie ausgestiegen, weil sie ein komisches Gefühl hatte. Dieses Gefühl hat sie auch so manches Mal vor Bergfahrten umdrehen lassen, wenn ihr etwas zu gefährlich erschien.

Bauchgefühl für Gefahren

Im Laufe der Zeit habe sich bei ihr ein ganz besonderes Bauchgefühl für Gefahren und die Erkenntnis entwickelt, auf den eigenen Körper zu hören, so die Alpinistin, die sich seit 14 Jahren vegan ernährt. Man habe ihr auch empfohlen, nach Plänen zu trainieren, was sie jedoch nie gemacht hat, sondern immer ihrem Körper vertraute. »Mein Körper zeigt mir, was ihm guttut«, erklärte die ehemalige Krankenschwester, die sich vor fast 20 Jahren entschieden hatte, Profi-Bergsteigerin zu werden.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der heutigen Mittwochsausgabe (1. Juni) des Berchtesgadener Anzeigers.

Christian Wechslinger