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Die Kastensteinerwand ist standsicher

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Entwarnung für die Unterlieger der Kastensteinerwand. Eine Gefahr für Datzmannsiedlung und Maximiliansreitweg durch Steinschlag und Felssturz ist kaum vorhanden. (Foto: Wechslinger)

Bischofswiesen – Ein »Null-Risiko« gibt es im alpinen Bergland nicht, heißt es in der Gefahrenhinweiskarte für den Landkreis Berchtesgadener Land. Dennoch können die Siedlungsbewohner unterhalb der Kastensteinerwand und der danebenliegenden Steilhänge sowie Spaziergänger auf dem Maximiliansreitweg davon ausgehen, dass sie ziemlich sicher sind vor Steinschlag sowie vor Felssturz. Das ergab jetzt eine Untersuchung durch den einheimischen Geologen Dr. Stefan Kellerbauer, die am Dienstag im Gemeinderat Bischofswiesen vorgestellt wurde.


Für den Bereich oberhalb der Datzmannsiedlung kommt Kellerbauer zu dem Ergebnis, dass eine Gefährdung der Siedlung durch Steinschlag nicht vorhanden beziehungsweise nur als ganz gering einzuschätzen sei. Im Fall, dass aus dem mit lichtem Wald und Jungwald bewachsenen Hang tatsächlich einmal Steinschlag den Hangfuß erreichen würde, diene noch ein fünf bis acht Meter breiter Wiesenstreifen als Auffang- und Rückhalteraum.

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Für den Maximiliansreitweg sieht Dr. Stefan Kellerbauer nur eine geringe Gefährdung für den Abschnitt zwischen den beiden Verbindungswegen in die Datzmannsiedlung. Hier seien einige frische Steinschläge im Wald erkennbar, die zwischen dem Reitweg und den Zubringerwegen zum Stillstand gekommen seien. Die übrigen Wegabschnitte am Maximiliansreitweg oberhalb der Datzmannsiedlung seien nur ganz gering beziehungsweise nicht gefährdet.

Keine Gefährdung liegt laut Kellerbauer auch für die Gesamtstandsicherheit der Felswand Kastensteinerwand vor. Ein Auftreten von Felsstürzen, also der Abbruch größerer. Felsvolumina, sei nicht zu befürchten. »Insgesamt ist die fast senkrechte Felsböschung sehr standischer«, schreibt Dr. Kellerbauer.

Der Geologe gibt in seiner Untersuchung auch Ratschläge zur Erhöhung der Steinschlagsicherheit. Demnach sollte die Bewirtschaftung des Waldes so erfolgen, dass die Schutzfunktion gegen Steinschlag erhalten bleibt. Dazu gehört unter anderem das Querlegen von gefällten Bäumen. Ulli Kastner