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Die »Lederstubn« ist eröffnet

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Christian Schulz (»Hohenfried«-Marktingleitung) freut sich mit einem Teil der Mitarbeiter auf die Kundschaft. Anfang Dezember bekommen Kathrin, David, Deborah und Maximilian (v.l.) noch Verstärkung von drei weiteren Mitarbeitern.
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Auf Anregung von Lederhosenmacher Franz Stangassinger und seiner Frau Barbara wurde ein basisches Maronibrot entwickelt, welches Geschäftsführer Johannes Funk auf »Stangassinger-Laib« taufte.
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Eine amerikanische Idee kommt nach Berchtesgaden. Marktbürgermeister Franz Rasp hat Gefallen am »Coffee-Sharing« gefunden. (Fotos: Irlinger)
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Salate, Brotaufstriche, Schokolade, Kaffee: das Angebot ist groß in der »Lederstubn«.
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Finanzielle Unterstützung gibt es auch von Gabriel Vogt (r.) von der Steigenberger Akademie.
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In der »Lederstubn« werden auch Artikel aus den »Hohenfried«-Werkstätten angeboten.

Berchtesgaden – Die »Lederstubn«, ein Inklusionsprojekt der »Hohenfried«-Werkstätten, am Marktplatz in Berchtesgaden ist seit Mittwochnachmittag offiziell eröffnet. Zahlreiche Geschäftsleute aus Berchtesgaden sowie Vertreter der Marktgemeinde gaben sich die Ehre, um gemeinsam mit den Mitarbeitern und Verantwortlichen der »Lederstubn« den offiziellen Startschuss zu geben.


Die »Hohenfried«-Werkstätten, eine Wohn- und Arbeitsgemeinschaft für Menschen mit geistiger Behinderung in Bayerisch Gmain, betreiben seit August ein Pilotprojekt mitten im Zentrum von Berchtesgaden. In der »Lederstubn« kümmern sich Menschen mit einer geistigen Behinderung um den Verkauf von Brot, Semmeln, Salaten, Snacks und Kaffee sowie Manufakturartikeln aus den »Hohenfried«-Werkstätten. Unterstützung bekommen die zwei jungen Frauen und drei Männer von Geschäftsführer Johannes Funk, der bei möglichen Problemen stets helfend unter die Arme greift. »Der Probebetrieb hat gezeigt, dass wir super im Markt aufgenommen wurden und die Berchtesgadener gar nicht so ›eingnaht‹ sind«, freut sich Funk in seiner Ansprache am Mittwoch. Laut dem Geschäftsführer werden vor allem Snacks und Suppen in den Mittagsstunden hervorragend angenommen und auch Extraangebote wie die gebackenen Martinsgänse und Bratäpfel an St. Martin haben reißenden Absatz gefunden.

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Auf Anregung von Marktbürgermeister Franz Rasp ist ab sofort ein »Coffee Sharing« in der »Lederstubn« möglich. »Dabei kauft der Kunde zwei Kaffee, trinkt aber nur einen. Der zweite wird symbolisch auf einem Zettel vermerkt und an das ›Coffee-Sharing-Brett‹ gehängt. Bedürftige können sich dann diesen Zettel nehmen und kostenlos einen Kaffee trinken«, erklärte Franz Rasp das Prinzip.

Finanzielle Unterstützung bekamen die Projektverantwortlichen von der Steigenberger-Akademie in Bad Reichenhall. Die Tourismusschule hat den neuen Kaffeeautomaten in der »Lederstubn« spendiert sowie beim »Hohenfried«-Herbstmarkt im Rahmen einer Cocktailbar Spenden für das Projekt gesammelt.

Ihren Abschluss fand die Eröffnungsfeier mit einem ökumenischen Segen von Pfarrer Peter Schulz, ehe sich alle Gäste die kulinarischen Köstlichkeiten der »Lederstubn« schmecken ließen. Caroline Irlinger