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Die Marktgemeinde Teisendorf ehrte 30 Personen für ihr bürgerschaftliches Engagement

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Seit Anfang der 80er war Monika Reitschuh für den Trachtenverein Neukirchen und später auch für die Theaterfreunde Neukirchen in diversen Ämtern aktiv.
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Urgesteine des SV Oberteisendorf: Hans Thanbichler, der 30 Jahre lang die Skigymnastik leitete, flankiert von den ebenso lang aktiven Gymnastik-Vorturnerinnen Bärbl Fritz (links) und Thea Fritzenwenger. (Fotos : Mergenthal)

Teisendorf – »Willst du froh und glücklich leben, lass ein Ehrenamt dir geben. Denn es bringt Zufriedenheit, und nimmt den Menschen Einsamkeit. Man weiß woher das Gute stammt: ein Hoch auf dich im Ehrenamt«, dichtete Bürgermeister Thomas Gasser ein das Ehrenamt in Frage stellendes Gedicht komplett um. Zum vierten Mal verlieh der Markt Teisendorf verdienten Bürgern die Anerkennungsmedaille.


Bei dem Festabend in der Alten Post wurden 30 Personen, davon acht Frauen, für langjähriges bürgerschaftliches Engagement geehrt. Die Gemeinde spendierte für die Geehrten und ihre Begleitung ein Essen und hatte für einen gemütlichen Rahmen die »Kloane Leobendorfer Tanzlmusi« engagiert.

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Diese Ehrenamtsehrung habe im Gemeinderat breite Zustimmung gefunden, erläuterte der Rathauschef. Alle Geehrten seien von ihrem Verein oder Verband vorgeschlagen und vom Gemeinderat per Beschluss bestätigt worden.

»Hohen Stellenwert in der ganzen Gemeinde«

»Ich bin mir dessen bewusst, dass mein Dank für euren Einsatz, eure Zeit und eure Verantwortung, die ihr in den jeweiligen Positionen in den Vereinen und Organisationen eingebracht habt, nur eine Geste sein kann. Aber ein Zeichen dafür, dass die Arbeit der Ehrenamtlichen einen hohen Stellenwert in der ganzen Gemeinde genießt«, betonte Gasser. Schätzungen zufolge seien in Deutschland rund 23 Millionen Menschen ehrenamtlich tätig: »23 Millionen, die ihre Kraft, ihr Können und ihre Zeit für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen. 23 Millionen, die nicht fragen: was habe ich davon? 23 Millionen, denen ihr Dorf, ihre Gemeinde nicht egal sind, sondern die für andere Wertvolles schaffen, es erhalten und weiterentwickeln«.

Die Vereine stellten den Bürgern eine breite Palette für eine sinnvolle Freizeitgestaltung zur Auswahl. Die bei der Ehrung vertretenen Vereine gaben einen Eindruck davon - von der Feuerwehr bis zum Sportverein, von der Soldatenkameradschaft bis zur Jagdgenossenschaft, von der Leonhardigilde bis zum Alpenverein, dem größten Verein im Gemeindegebiet. Auch Aktive des Bayerischen Roten Kreuzes, ein Segelflieger und eine Chorleiterin wurden geehrt. Im zweiten Teil des Abends standen die Traditionsvereine im Mittelpunkt: die Trachtenvereine und Schützengesellschaften. Manche Geehrten des Abends waren sogar in mehreren Vereinen über Jahre und Jahrzehnte in diversen Ämtern aktiv.

Nachwuchsförderung als wichtige Aufgabe

Gasser wünschte jedem Verein und jeder Organisation, dass sich stets genügend engagierte Menschen finden, um die Ehrenämter immer mit den richtigen Menschen besetzen zu können. Jeder solle dann auch einmal aufhören dürfen und können, wenn er kürzer treten und sein Amt in neue, gute Hände geben möchte. Damit dies gelingt, sei es die Aufgabe eines jeden, den Nachwuchs zu fördern und zu unterstützen.

Gemeinsam mit seinen Stellvertretern nahm der Bürgermeister dann die Ehrung vor: Gasser und 2. Bürgermeister Norbert Schader überreichten die Medaillen und Urkunden und gratulierten, während dritter Bürgermeister Gernot Daxer die Verdienste vorlas. Mit Hilfe eines Beamers wurden Bilder der ehrenamtlichen Männer und Frauen gezeigt.

»Marktgemeinde attraktiv und vielseitig«

In feierlichen Schlussworten betonte Norbert Schader: »Durch eure Mithilfe ist die Marktgemeinde so attraktiv und vielseitig durch die Vereine aufgestellt.« Mit ihrer Arbeit hätten die Geehrten einen großen Anteil geleistet, dass die Vorgabe von Artikel 3 der Bayerischen Verfassung erfüllt wird: »Bayern ist ein Rechts-, Kultur- und Sozialstaat. Er schützt die natürlichen Lebensgrundlagen und die kulturelle Überlieferung.« vm