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Die stade Zeit in Liedern

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Die Weisenbläser der Freiwilligen Feuerwehr Königssee. Fotos: Anzeiger/B. Stanggassinger
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Führte durch das Adventssingen: Bernhard Lochner.
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Die Geschwister Hallinger auf der Flöte.

Schönau am Königssee - Ein Höhepunkt der Vorweihnachtszeit: das Adventssingen in der Pfarrkirche Unterstein. Angestimmt wurde es am Sonntag von den Weisenbläsern der Freiwilligen Feuerwehr Königssee. Bevor Sprecher Bernhard Lochner alle Besucher vom Ambo aus begrüßte, sangen der Kiadreiber Dreigesang »Wia schee glänzt de Sunn«.


Das Adventssingen war den drei verstorbenen Musikanten gewidmet, dem Friedbichl-Schorsch, dem Gerstreit Martin und dem Schwab Franz, die oft in der Kirche in Unterstein zu verschiedenen Anlässen gespielt hatten: »Sie haben uns ein musikalisches Erbe hinterlassen.« Lochner zitierte den Satz vom Fribiei, den er ihm selbst einmal gesagt hat: »Ruhig muss der Mensch werden, dann kann er das Wichtige erkennen.«

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Lochner nahm Platz an einem Tisch geschmückt mit einer brennenden Kerze und einem aufgestellten Berchtesgadener Christbaumspitz-Engel. Untermalt von der Antonibergmusi stimmte der Sprecher gekonnt mit Gedanken »Oi Jahr um de Zeit« ein. »Vor mir brauchst di net fürchten, i hab blos mei Botschaft bracht«, hieß das Verkündigungslied der Schönauer Sänger. Die Geschwister Hallinger spielten mit ihren »Fleitl'n« die staden Stückl vom Fribi-Schorsch, »Der Nebel ziagt eina« und das »Glockenstück«.

Bernhard Lochner bezog sich bei der Herbergssuche und bei der Verkündigung der Hirten auf dem Felde auf das Lukas-Evangelium. Die biblischen Worte nahm er zur Überleitung in die alpenländische Adventsstimmung . Herbergs- und Hirtenlieder sangen der Frauenreuther Dreigesang. In Abwechslung zu den Gesängen kamen vom Chor Weisenklänge, gespielt von den Klausbach Musikanten. Die Weisenbläser der Freiwilligen Feuerwehr spielten das Lied »Es wird ein Stern aufgeh'n«. Ein Schmunzeln brachte Bernhard Lochner unter die Zuhörer im Kirchenraum, als er von seiner Kindheit erzählte, als der Vater nach Nikolaus das alte »Salzberg- Kripperl« aufstellte.

Es war aufregend, als das erste Mal ein selbst gebastelter Trafo installiert wurde, der elektrisches Licht spendete. Die Mutter verwies jedoch zur Vorsicht, da auf den Trafo ein Blitz gezeichnet war und zu Weihnachten kein Unreim geschehen sollte.

Stade Stückl spielte die Antonibergmusi, ein Krippenlied sangen die Schönauer Sänger und ein Lied von der Geburt Christi gab es vom Frauenreuther Dreigesang zu hören. Mit den Worten »Die Vorfreude ist die schönste Freude« und der Aufforderung »Geht's hin zur Krippen und kniet's Euch nieder« verabschiedete sich der heimatverbundene Sprecher. Es ist ihm und den Musikanten gelungen, die eingangs erwähnte Ankunft des Herrn in die Herzen der Zuhörer zu bringen.

Ein Christbaum mit vielen Strohsternen wurde erleuchtet und Pater Kajetan segnete alle Besucher des Adventsingens. Der Kiadreiber Dreigesang sang zum Schluss das Lied »Danken für an jeden Dog« und die Zuhörer bedankten sich mit lang anhaltendem Applaus und spendeten beim Verlassen der Kirche für das Franziskanerkloster. B. St.