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Die Unwetterschäden gehen den Bach runter

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Bild der Zerstörung: Der Klinggraben muss dringend ausgebaut werden. (Foto: Wechslinger)

Bischofswiesen – Die Gemeinde Bischofswiesen will die heftigen Unwetterschäden bei einem Teilstück des Klinggrabens am Mühlbach beseitigen. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend einstimmig beschlossen. Vorausgegangen waren mehrere Verhandlungen mit dem Wasserwirtschaftsamt, damit die Maßnahme zuschussfähig ist, wie Bürgermeister Thomas Weber (CSU) berichtete.


Der Klinggraben am Mühlbach ist immer wieder von Hochwasser betroffen. Die Folgen: Schluchtbildung und heftige Ausspülungen. Außerdem ist, wie Gemeindebaumeister Hans Keisinger betonte, die Standsicherheit von Anliegergebäuden und Liegenschaften gefährdet. Um das Bachbett zu stabilisieren, sollen deshalb Querriegel eingebaut werden. Eine Maßnahme, für die es Fördermittel über das Hochwasserprogramm des Freistaats gibt. Bis zu 100 Prozent für die Ausgaben der Kommune, bis zu 80 für die der Anlieger. Allerdings müssten die entsprechenden Anträge schnellstmöglich gestellt werden, weil das Programm zum Jahresende auslaufe, so Keisinger. »Es ist höchste Eisenbahn«, betonte der Bürgermeister.

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Relativ zäh, aber erfolgreich seien die Verhandlungen mit dem Wasserwirtschaftsamt gewesen, berichtete Weber weiter. Denn das Amt muss für eine Maßnahme grünes Licht geben, damit Fördermittel fließen können. Voraussetzung: Es darf sich nicht um wasserbauliche Maßnahmen, also um bauliche Verbesserungen des Gewässers handeln. Deshalb befürchtete Sepp Stangaßinger (UBB), dass der Querriegeleinbau nur eine Notlösung sei. Was Bürgermeister Weber klar verneinte: »Wir räumen eben nicht nur die Steine zur Seite, sondern bauen einen Sohlschutz ein.«

Thomas Reschs (FW) Befürchtung, dass »uns so etwas noch öfter blühen« werde, teilten die anderen Gemeinderäte. Hans Metzenleitner (SPD) rügte deshalb das »unverantwortliche Handeln« mancher Anlieger, die Holz zu nah am Abhang lagerten. Wie Thomas Weber erläuterte habe die Gemeinde die Anlieger bereits angeschrieben, verfüge aber nicht über eine rechtliche Handhabe. Christian Fischer