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Diebesgut im Wert von 20 000 Euro

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Schneizlreuth – Vermutlich um Diebesgut handelt es sich bei 20 sogenannten Temperaturschreibern, die Rumänen im Gepäck hatten. Beamte der Bundespolizeiinspektion Freilassing entdeckten die insgesamt rund 20 000 Euro teuren Geräte, die an Kühltransportern zur Dokumentation der Lufttemperatur bei tiefgefrorenen Lebensmitteln Anwendung finden, am Donnerstag bei einer Pkw-Kontrolle auf der Bundesstraße 21 im Bereich Melleck-Steinpass.


Gegen 22 Uhr kontrollierte die Polizei bei der Einreise den niederländischen Pkw, der mit zwei Rumänen im Alter von 36 und 38 Jahren besetzt war. Dabei konnten 17 sogenannte Temperaturschreiber aufgefunden werden (Funktionsweise ähnlich einer sogenannten Black Box).

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Aufgrund des Zeitwerts von etwa 20 000 Euro und der offensichtlich laienhaften Ausbauweise – die Kabel waren lediglich abgezwickt – bestand für die Beamten der Anfangsverdacht, dass es sich hierbei um Diebesgut handeln könnte. Auch die Angaben der beiden Rumänen trugen nicht dazu bei, diese Vermutung aus der Welt zu schaffen. Angeblich hatten sie die Sachen von einer unbekannten Person in den Niederlanden erhalten und hätten sie nun einer wiederum ihnen unbekannten Person in Rumänien überbringen sollen.

Die Bundespolizisten übergaben die beiden Männer und das vermeintliche Diebesgut zur weiteren Sachbearbeitung an die Grenzpolizeiinspektion Piding. Für die dortige Ermittlungsgruppe hieß es nun, diesen Anfangsverdacht zu erhärten. Unter Zuhilfenahme einer Fachfirma gelang es den Beamten, einige Temperaturschreiber auszulesen und deren ursprüngliche Herkunft zu ermitteln. Laut Ausleseprotokoll eines der Geräte war dieses erst wenige Tage zuvor gegen Mitternacht »ausgebaut« worden. Da dies nicht die übliche Öffnungszeit einer Servicewerkstätte ist, stellte die Polizei die Temperaturfühler sicher und erstattete Anzeigen gegen die beiden jungen Männer wegen des Verdachts der Hehlerei.

Anschließend konnten die beiden ihre Fahrt vorerst fortsetzen. Die Ermittlungen der Grenzpolizei Piding hinsichtlich der genauen Herkunft, die zum Teil im Ausland liegen dürfte, dauern weiter an. fb