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Doch Asylbewerber ins Schnitzhofheim

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Bis zu 14 Asylbewerber kommen ins ehemalige Schnitzhofheim, allerdings auf drei Jahre begrenzt. (Foto: Archiv Wechslinger)

Marktschellenberg – Noch vor drei Wochen hatte man gezögert, doch jetzt gab es im Marktgemeinderat Marktschellenberg ein einstimmiges Ja zur Unterbringung von Asylbewerbern im ehemaligen Schnitzhofheim. Grund für die Meinungsänderung war die vom Landratsamt auf drei Jahre begrenzte Nutzungsänderung für die beiden Gebäude.


Langfristiges Ziel der Marktgemeinde Marktschellenberg ist es, auf dem Gelände des ehemaligen Schnitzhofheims Gewerbe anzusiedeln. Das soll auch im derzeit laufenden Flächennutzungsplanverfahren so verfolgt werden. Deshalb hatten die Gemeinderäte vor drei Wochen noch Bedenken geäußert, weil für die Unterbringung von Asylbewerbern im Flächennutzungsplan eine Wohnbebauung eingetragen werden müsste. »Gewerbe wäre dann dort vielleicht nicht mehr möglich«, hatte Bürgermeister Franz Halmich damals gesagt.

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Mit der jetzt vom Landratsamt ins Spiel gebrachten Ausnahmeregelung, die eine Wohnnutzung für einen Übergangzeitraum von drei Jahren vorsieht, ist diese Gefahr aber beseitigt. Der Gemeinderat befürwortete deshalb einstimmig den Bauantrag einer einheimischen Tiefbaufirma auf entsprechende Nutzungsänderung für das ehemalige Schnitzhofheim und das Nebengebäude. Die Räumlichkeiten sind derzeit auf die Unterbringung von 14 Personen ausgelegt.

»Die auf drei Jahre befristete Genehmigung ist eine gute Lösung«, sagte Peter Hüttinger (Freie Wähler). Und Sophie Stangassinger (CSU) forderte, dort möglichst Familien unterzubringen. Man sollte entsprechend auf die Eigentümer beziehungsweise das Landratsamt einwirken. Man werde es versuchen, versprach 2. Bürgermeister Volkhard Geiger, der die Sitzung leitete. Ulli Kastner

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