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Drei Glücksbringer-Boten in Bulgarien

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Der Sportraum des Kinderheims wurde vorübergehend zweckentfremdet, um die Hilfspakete der Malteser Glücksbringer zwischenzulagern. Fotos: Malteser
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Eifrig halfen die Kinder des Kinderheims in Haskovo beim Ausladen der sehnsüchtig erwarteten Pakete und Spielsachen.

Berchtesgadener Land/Sofia – Noch rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest der orthodoxen Christen erreichte der Malteser Glücksbringer-Transport mit zwei vollgepackten Lastwagen mit Anhängern seine Ziele in Bulgarien. An Bord waren mehr als 1 000 Hilfspakete, die in den Landkreisen Erding, Freising, Traunstein und Berchtesgadener Land von Bürgern gespendet worden waren sowie umfangreiche Spenden der Firmen Hipp und Hartmann.


Martin Draheim, Leiter der Malteser Dienststelle am Flughafen München und Organisator des Hilfstransports, und Ingo Gössel, der wie in den Vorjahren den zweiten Lastwagen lenkte, sowie Begleiterin Johanna Winkler trafen nach zweitägiger Fahrt die Initiatorin der Bulgarienhilfe Reni Freifrau von Bechtolsheim. Zusammen mit der gebürtigen Bulgarin, die eigens in ihr Heimatland gereist war, organisierten sie die Verteilung der Hilfsgüter.

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Erste Station war Sofia, wo Dr. Lasko Lazarov, Chefarzt der dortigen onkologischen Klinik, fünf Paletten mit sterilen OP-Produkten entgegennehmen konnte. Dr. Lazarov engagiert sich neben seiner beruflichen Tätigkeit für bedürftige Familien. Deshalb hatte er mehrere Klein-Lkw und Transporter organisiert, die Weihnachtspäckchen und Kindernahrung zu mittellosen Familien in den Raum Montana/Vidin, eines der ärmsten Gebiete Bulgariens nordwestlich von Sofia, transportierten und dort verteilten.

Zweite Station war die Stadt Haskovo, rund 80 Kilometer vor der türkischen Grenze, wo die Malteser-Glücksbringer jedes Jahr das Kinderheim sowie ein Altenheim beschenken. Während die Malteser für das Altenheim Hygieneartikel im Gepäck hatten, erhielten die Kinder Weihnachtspakete, Lebensmittelspenden sowie Spielzeug und Plüschtiere. Ein Teil der Weihnachtspakete ging außerdem an mehrere kleine Hilfsorganisationen aus der näheren Umgebung von Haskovo, die diese dann in ihren Gemeinden an bedürftige Familien verteilten.

»Die Kinder des Heims, die den Auslands-Lkw der Malteser inzwischen kennen, waren in heller Aufregung als unser Lkw auftauchte«, berichtete Johanna Winkler, die zum ersten Mal einen Hilfstransport begleitete. Eifrig halfen die Kinder beim Ausladen der teilweise schweren Pakete und freuten sich besonders über die gesammelten Spielsachen und Plüschtiere, die die Helfer zusätzlich übergaben.

Martin Draheim, der den Transport zum sechsten Mal leitete, sagte nach der Rückkehr: »Es war wieder tief beeindruckend zu sehen, wie in Bulgarien – nur wenig ab von den Glitzermeilen der großen Städte – Menschen in bitterster Armut leben und sich über ein Paket mit Lebensmitteln und einem kleinen Spielzeug über alle Maßen freuen.«

Trotz aller Strapazen, die die rund 3 900 Kilometer lange Glücksbringer-Fahrt mit sich brachte, wird das Malteser-Team auch im kommenden Winter wieder starten, um bedürftigen Menschen in Bulgarien mithilfe von Spenden von Bürgern und Firmen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. MA