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Drei Skitouren-Unfälle in einer Stunde am Watzmann und Predigtstuhl

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Foto: Ziegler, BRK BGL

Die Einsatzkräfte der heimischen Bergwachten, zwei Hubschrauber-Besatzungen und der Landrettungsdienst des Roten Kreuzes waren während der vergangenen Tage gleich mehrmals für verletzte Tourengeher abseits der Pisten im Einsatz.


Darüber hinaus wurden täglich in den Skigebieten am Götschen, am Hochscharzeck, am Obersalzberg und am Roßfeld Verletzte von der Skiwacht versorgt und mit Kranken- oder- Rettungswagen in Kliniken gebracht.

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Am Mittwoch, den 14. Februar, gegen 14.40 Uhr schickte die Leitstelle Traunstein die Bergwacht Ramsau und „Christoph 14“ zum Hirscheckblitz am Toten Mann, wo sich ein elfjähriges Kind aus Asien beim Rodeln verletzt hatte. Da der Unfall dann doch nicht so dramatisch war, konnte der Hubschrauber noch im Anflug wieder umkehren. Die Bergwacht und der Landrettungsdienst des Roten Kreuzes versorgten das Kind und fuhren es dann zum Klinikum Traunstein.

Auto überschlägt sich auf der Kederbacherstraße

Am Dienstag, den 13. Februar, gegen 7.20 Uhr kam eine Ramsauer Bergwachtfrau als Ersthelferin zu einem Verkehrsunfall auf der schneeglatten Kederbacherstraße, wo sich ein Skoda mit fünf jungen Leuten überschlagen hatte, auf dem Dach bergab rutschte und auf die Fahrerseite kippte. Die Bergwachtfrau befreite die Insassen aus dem Auto, leistete Erste Hilfe und setzte einen Notruf ab. Eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes brachte einen 24-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen zur weiteren Behandlung in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Beamte der Berchtesgadener Polizei nahmen den Unfall auf.

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Foto: BRK BGL

Am Samstag, den 10. Februar, ereigneten sich innerhalb von nur einer Stunde gleich drei Unfälle beim Skitourengehen.

Gegen 16.15 Uhr ging ein Notruf vom Dritten Watzmann-Kind ein, wo ziemlich weit oben ein verletzter 32-jähriger Salzburger mit Kreislaufproblemen Hilfe brauchte. Aufgrund von Nebel war unklar, ob die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ die Unfallstelle überhaupt erreichen kann, weshalb eine Mannschaft der Berchtesgadener Bergretter nach Kühroint fuhr und von dort aus zu Fuß den Aufstieg begann. Der Pilot schaffte es aber dann, einen Ramsauer Bergretter im Schwebeflug am Berg abzusetzen und den Patienten im Schwebeflug aufzunehmen und ins Tal zu fliegen. Der Hubschrauber-Notarzt übernahm die weitere Versorgung; eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes brachte den Salzburger dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Der Ramsauer Bergretter fuhr mit der Begleiterin des Verletzten ab und traf gegen 17.50 Uhr im Tal ein.

Gegen 16.30 Uhr ging ein weiterer Notruf vom Predigtstuhl ein, wo sich rund 100 bis 200 Meter oberhalb der Röthelbach-Diensthütte auf der Forststraße ein 34-jähriger Tourengeher am Knie verletzt hatte. Die Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger fuhren mit dem All-Terrain-Vehicle (ATV) zum Patienten, versorgten ihn, brachten ihn dann sitzend auf dem ATV ins Tal und dann mit dem Bergrettungsfahrzeug zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

Gegen 17.15 Uhr ging ein dritter Notruf ein, da sich eine 33-jährige Münchnerin bei der Watzmann-Abfahrt in rund 1.300 Metern Höhe im Wald oberhalb des Schapbachwinkels am Knie verletzt hatte. Die Berchtesgadener Bergretter, die noch im Bereich Kührpoint für den ersten Einsatz bereitstanden, machten sich auf die Suche und stiegen zu Fuß zur Patientin auf, wo sie rund eine halbe Stunde später eintrafen. Sie übernahmen die medizinische Erstversorgung mit Wärmeerhalt, brachten die Frau auf einer Spezialtrage bis zum Bergrettungsfahrzeug und dann über die Forststraße ins Tal. Eine zweite Fahrzeug-Besatzung der Bergwacht Ramsau rückte mit weiteren Einsatzkräften und Material für einen möglichen aufwendigeren Abtransport nach. Eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes übernahm den weiteren Transport zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

Verletzter vom Hohen Göll gerettet

Am Freitagnachmittag, 9. Februar ging ein Notruf vom Hohen Göll ein, wo sich ein Skitourengeher bei der Abfahrt am Beginn der Göllsanden oberhalb des Alpeltals am Knie verletzt hatte. Die Berchtesgadener Bergretter forderten einen Hubschrauber an, wobei es der Pilot des Notarzthubschraubers „Heli 1“ nach einer Zwischenlandung in der Scharitzkehl schaffte, den Patienten im Schwebeflug aufzunehmen und dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall zu fliegen.

Am Mittwoch, den 7. Februar musste die Bergwacht Ramsau kurz nach 11 Uhr auf den Weg zur Halsalm auf der Südseite der Reiter Alpe ausrücken, wo ein intern Erkrankter mit Bauchbeschwerden rund eine dreiviertel Gehstunde vom Tal entfernt Hilfe brauchte. Die Bergwacht brachte den Patienten mit dem Geländefahrzeug ins Tal.

Pressemeldung BRK BGL