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General a.D. Johann Berger will das Amt des DSKB-Kreisvorsitzenden nach fast zehn Jahren abgeben. (Foto: Dieter Moosleitner)

DSKB-Kreisverband sucht neuen Vorstand

Berchtesgadener Land – Zu seiner 62. Jahreshauptversammlung traf sich der heimische Kreisverband vom Deutschen Soldaten- und Kameradschaftsbund (DSKB) im Brauerei-Gasthof »Bürgerbräu«. Vorsitzender General a.D. Johann Berger widmete sich nach der Begrüßung der Ehrengäste und nach dem Totengedenken dem Rückblick auf die Arbeit des Verbandes. Die Corona-Jahre hätten auch im DSKB-Kreisverband deutliche Spuren hinterlassen. Trotzdem habe man derzeit immerhin noch gut 250 Mitglieder, darunter auch viele Frauen.


Heuer gab es nach Corona wieder regelmäßige Stammtisch-Veranstaltungen und weitere Aktivitäten. Berger erinnerte an das Aschermittwoch-Fischessen, eine Sonderführung durch das Reichenhaller Heimatmuseum, ebenso ein Sommerfest im Standort-Offiziersheim, zu dem auch der Generalobere der Barmherzigen Brüder, Michael Schmunk, als langjähriges Mitglied des Kreisverbandes aus Nordwestdeutschland angereist war. Erstmals nach Corona gab es auch wieder einen Vereinsausflug gestartet zum Achensee und nach Tirol. Eine Abordnung des DSKB-Kreisverbandes hatte am Herbstfest der Kameradschaft Hohensalzburg des Österreichischen Kameradschaftsbundes teilgenommen, mit dem man weiterhin gute Kontakte pflege.

Dem Bericht von Schatzmeister Jakob Bedane war zu entnehmen, dass der Verband wegen der eingeschränkten Aktivitäten im vorigen Jahr mehr eingenommen als ausgegeben hat und über eine gute finanzielle Basis verfügt. Revisor Manfred Weißenberger, der zusammen mit Hermann Kagerer Einnahmen und Ausgaben geprüft hatte, bescheinige einwandfreie Kassenführung und empfahl der Versammlung die Entlastung der Vorstandschaft, die ohne Gegenstimme erteilt wurde.

Reichenhalls 3. Bürgermeister Hans Hartmann würdigte in einem Grußwort die wichtige Arbeit des DSKB-Kreisverbandes. Seine Bemühungen, die Kontakte zwischen Bundeswehr und Landkreisbevölkerung zu fördern und das Bewusstsein für eine intakte Landesverteidigung wach zu halten, seien nach wie vor wichtig.

Für die anstehenden Neuwahlen wurde Sebastian Renoth zum Wahlleiter bestimmt. Am Ende seines Tätigkeitsberichtes hatte Berger angekündigt, dass er nach fast zehn Jahren an der Spitze des DSKB-Kreisverbandes nicht mehr als Vorsitzender kandidieren wird und dieses Amt in jüngere Hände abgeben will. Auch 2. Vorsitzender Helmut Ketzko stellte sich nicht mehr zur Verfügung. Bisher hatte er den vakant gewordenen Posten des Geschäftsführers mit übernommen und das könne er auch aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter leisten.

So blieb Wahlleiter Renoth nur die Möglichkeit, die Versammlung um die Nennung anderer Kandidaten für zu bitten. Allerdings blieb dies ohne Erfolg. Das veranlasste den Wahlleiter, die Verschiebung der Vorstands-Neuwahlen auf einen späteren Termin vorzuschlagen, um bis dahin Kandidaten zu finden. Einstimmig nahm die Versammlung diesen Vorschlag an.

Berger kündigte an, dass der bisherige Vorstand seine Funktion in kommissarischer Tätigkeit bis zu einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen fortführen werde. Diese Versammlung werde auf jeden Fall im ersten Halbjahr 2023 stattfinden. Die Aktivitäten des DSKB würden bis dahin voll weitergehen. So steht bereits am 2. Dezember eine Adventfeier im Standort-Offiziersheim auf dem Programm. Auch die Stammtische sollten im Jahr 2023 in bewährter Weise weitergeführt werden.

»Ich hoffe und bin auch zuversichtlich, dass wir für die Verbandsführung noch eine Lösung finden werden, denn es wäre schade, wenn wir das bei der immer noch großen Mitgliederzahl nicht schaffen würden«, betonte der nun kommissarische Vorsitzende am Ende der Versammlung.

oo