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Ein Ausflug zum Jubiläum

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Im Elternhaus der Chorleiterin gab es einen Sektempfang. (Fotos: Pfnür)
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Der Chorausflug klang aus beim »Hirzinger« in Söllhuben.

Berchtesgaden – Gut ein Jahr ist es nun her, dass der »Projektchor Patrozinium« der Pfarrei St. Andreas gegründet wurde. Andreas Pfnür erinnert sich an die »Geburt« und berichtet vom Vereinsausflug zum 1. Geburtstag.


Pfarrer Thomas Frauenlob war vor gut einem Jahr erst wenige Wochen in Berchtesgaden. Das Patrozinium der Pfarrkirche St. Andreas stand vor der Tür. Chorregent Urban Hafenmair war schon seit Monaten krank. Ein Patrozinium ohne festliche Musik? Kaplan Stefan Leitenbacher hatte die rettende Idee: »Soll ich mal die Musiklehrerin vom Gymnasium fragen?« Und Simone Resch erklärte sich tatsächlich bereit, neben den Chören auf der Au und am Gymnasium, die sie betreut, einen »Projektchor Patrozinium« auf die Beine zu stellen.

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Etliche Mitglieder des Stiftskirchenchores machten mit, ein Aufruf im »Berchtesgadener Anzeiger« brachte weitere Sängerinnen und Sänger, teils »Anfänger«, teils mit Chor-Erfahrung. Doch schon bei der zweiten Probe stellte man fest, dass das Weihnachtsfest auch nicht mehr fern war: Das Projekt wurde erweitert. Nicht schwer zu erraten, dass der Projektchor auch an Ostern und Pfingsten sang. Einige haben den Chor inzwischen wieder verlassen, viele sind geblieben und viele sind hinzugekommen.

Um den Chor noch besser zusammenzuschweißen, unternahmen seine Mitglieder vor Kurzem einen Chorausflug. Das Ziel war Illertissen, die Heimat von Chorleiterin Simone Resch. Mit dem Bus ging es zunächst bis zum Irschenberg, wo Pfarrer Thomas Frauenlob in der Wallfahrtskirche Wilparting, die den beiden Heiligen Marinus und Anianus geweiht ist, eine Morgenandacht hielt. Das Frühstück wurde in einer nahe gelegenen Kaffeerösterei eingenommen.

Nächstes Ziel war die Kirche der Benediktinerabtei Ottobeuren, wo der Chor eine Kirchenführung erhielt und anschließend die Akustik der Basilika testete. In Illertissen war der Chor für die musikalische Gestaltung der Sonntagsvorabendmesse zuständig, Pfarrer Thomas Frauenlob hielt die Predigt. Anschließend war der Chor ins Pfarrheim eingeladen, wo die Familie der Chorleiterin mit Freunden, Bekannten und Mitgliedern des Männergesangsvereins den Gästen einen kulinarisch-musikalischen Abend bereitete.

Am nächsten Vormittag zeigte Simone Resch der Gruppe das Illertisser Carillon, ein Glockenspiel im Kirchturm, das mittels eines Stockspieltisches individuell bespielt werden kann. Anschließend waren alle zu einem Sektempfang in ihr Elternhaus eingeladen. Auf der Rückfahrt besichtigte der Chor das Deutsche Kartausenmuseum in Buxheim mit dem äußerst sehenswerten Chorgestühl in der Klosterkirche. Der Ausflug klang aus beim »Hirzinger« in Söllhuben, wo Simone (Violine) und Alex Resch (Ziach) als Wirtshausmusikanten aufspielten. Das Ziel der Fahrt, dass sich Sängerinnen und Sänger besser kennenlernen, wurde erreicht, alle schwärmten von dem großartigen Gemeinschaftserlebnis.

Eine Woche nach dem Ausflug trafen sich die Chormitglieder nach dem Patroziniumsgottesdienst der Pfarrkirche, den sie musikalisch mitgestaltet hatten, im Pfarrheim St. Andreas. Pfarrer Thomas Frauenlob dankte dem Chor für seinen Einsatz und der Chorleiterin für ihre erfolgreiche Arbeit. »Der Chor hat sich in diesem einen Jahr hörbar verbessert und ist homogener geworden«, stellte er fest. Gleichzeitig gab er bekannt, dass für den Chor die Bezeichnung »Projektchor« nicht mehr angemessen sei und er deshalb künftig »St.-Andreas-Chor« genannt werde. Die »Projekte« gehen dennoch nicht aus: Momentan übt der Chor für die Christmette, den 1. Weihnachtsfeiertag und den Dreikönigstag. fb