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Ein besserer Winter

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Der Winter 2015/16 war für das Hochschwarzeck schlecht. Dafür lief der Skibetrieb im letzten Winter wieder weitaus besser. (Foto: Wechslinger)

Ramsau – Die Gesellschafterversammlung der Hochschwarzeck-Bergbahn zog eine positive Bilanz der abgelaufenen Wintersaison. Von den mittlerweile über 300 Kommanditisten nahmen allerdings nur 50 an der Versammlung im Gasthaus »Schwarzeck« teil.


Geschäftsführer Christian Riel erläuterte die Bilanz und die geplanten Investitionen. Aus dem Zahlenmaterial ging hervor, dass der Winter für den Betrieb mittlerweile die Haupteinnahmequelle ist. Diese waren im Jahr 2016 sehr schlecht ausgefallen, da sowohl im Januar als auch Februar mit 42 Skitagen und davon sechs geöffneten Tagen am Schmuckenlift die Schneesituation sehr mager ausgefallen war. Der Dezember konnte zudem nicht für den Skibetrieb genutzt werden, wodurch das Jahr 2016 mit dem drittschlechtesten Ergebnis seit 2001 abgeschlossen wurde.

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Dem entgegen stellte Christian Riel die Monate Januar und Februar 2017, die mit 62 Skitagen die Ausfälle vom Vorjahr kompensieren konnten und darüber hinaus die Hochschwarzeck-Bergbahn mit einer starken Grundlage in das Jahr 2017 starten ließ. Der Geschäftsführer gab einen kurzen Überblick über die Investitionen. Vor allem durch die Eigenleistung der Mitarbeiter konnten Kosten gesenkt werden.

Deshalb konnten für heuer geplante Investitionen bereits im vergangenen Jahr getätigt werden. Da die Rodelbahn als attraktives Alleinstellungsmerkmal im näheren Umkreis gilt, wird hier in Sicherheit und Pflege investiert. Geplant ist unter anderem eine neue Bergstation, die Erhöhung des Rodelkontingents und neue Fangnetze. Riel erhofft sich auch durch den Neubau der Jennerbahn einen erhöhten Gästezuwachs zum Hochschwarzeck. Es sei bereits ein neuer Mitarbeiter eingestellt worden. Dominic Hillebrand von der Werbeagentur »makrohaus AG« aus Bad Reichenhall stellte die Gestaltung eines neuen Internetauftritts vor. Vor allem die sozialen Medien und die Möglichkeit, über mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets auf die Internetseite angepasst zuzugreifen, seien dabei laut Hillebrand ausschlaggebend.

Abschließend führte Riel das immer größer werdende Problem mit unvernünftigen Skibergsteigern an. Neben dem hohen Sicherheitsrisiko für die Skitourengeher bei der abendlichen Präparation verwies Riel auf den erheblichen Schaden für die Pisten. Zudem wurde im letzten Winter festgestellt, dass die Skibergsteiger, um eine Konfrontation mit den Pistengeräten zu vermeiden, oft die Rodelbahn talwärts fahren.

Dies ergebe ein großes Problem bei nächtlichem Frost, weil Schlittenkufen sehr sensibel auf die zuvor durch die Ski eingezogenen Rillen reagieren. Alle umfangreichen Sicherungsmaßnahmen, die man seitens der Hochschwarzeck-Bergbahn für die Rodelbahn und die Gäste treffe, würden somit durch leicht vermeidbaren Eigensinn zunichte gemacht. Riel appellierte erneut an die Vernunft der Skibergsteiger, die Skitourenzeiten einzuhalten und an den Bahnbetrieb zu denken. »Dieser Trendsport nimmt immer stärker zu und gefährdet den regulären Betrieb stärker als dem Einzelnen bewusst ist«, erklärte Riel weiter. Christian Wechslinger