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Ein Bett am Königssee

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Der »König von Mallorca« macht Urlaub am Königssee: Jürgen Drews (r.) mit seiner Frau Ramona, Tochter Joelina und Hotelier Walter Friedl. (Foto: Wechslinger)

Schönau am Königssee – Eben noch auf der Showbühne. Und gleich danach am Königsee. Ein würdiges Urlaubsziel für den »König von Mallorca«. Seit vielen Jahren kommt Schlagerstar Jürgen Drews mit seiner Familie regelmäßig ins Berchtesgadener Land zum Urlaubmachen. Diesmal logierten die Drews einige Tage bei Hotelier Walter Friedl im Hotel »Königsseer Hof«. Dass Drews kürzlich seinen 70. Geburtstag gefeiert hatte, war dem Star nicht anzusehen. »Ich bin immer im Trend«, freute er sich beim Gespräch mit dem »Berchtesgadener Anzeiger«.


Herr Drews, welche Rolle spielt der Song »Ein Bett im Kornfeld« in Ihrem Leben?

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Jürgen Drews: Als ich 16-jährig sehr in mich zurückgezogen war, übernachtete ich mit meinem Zelt bei einer Reise nach Saint Tropez in einem Kornfeld. Und da begann alles. Ich konnte mir damals nicht vorstellen, je zu singen. Auch dann nicht, als ich schon bei den »Les Humphries Singers« dabei war. Die brauchten einen Typen, so fing alles an. Ich erinnere mich, mit einem hübschen Mädel in einem Alfa mitgefahren zu sein.

Sie wirken jugendlich, haben Sie dafür ein Geheimnis?

Drews: Ich habe viele jugendliche Fans. Mein Erfolgsgeheimnis ist aber wohl meine Frau Ramona, die 30 Jahre jünger als ich ist.

Was macht Ihre Musik so interessant für junge Menschen?

Drews: Ich habe das, wonach die öffentlich-rechtlichen Sender händeringend suchen: eine junge Zielgruppe. Und die werden die auch nicht mehr bekommen. Denn die Jugendlichen picken sich das aus dem Internet, was sie hören wollen. Und ich bin offensichtlich dort gut vertreten.

Wie war Ihr Auftritt am Montag in Mallorca?

Drews: Ich trete in Mallorca ja immer in der Mega-Arena auf. Am Montag hatte ich jedoch die Gelegenheit, in unserem Ort Santa Ponsa, wo wir ein Haus haben, vor jungen Leuten Songs aus meiner neuen LP »Es war alles am besten« zu singen.

Wie kann man sich die Vorbereitung auf den Auftritt vorstellen?

Drews: Ich schlafe vor jedem Auftritt so an die drei Stunden und gehe um 23 Uhr auf die erste Bühne. Um 1 Uhr trete ich dann in der Mega-Arena in Arenal auf. Viele junge Leute mögen die Musik des »alten Sacks«. Nachdem ich um vier Uhr früh in Mallorca fertig war, bin ich ins Flugzeug gestiegen und nach München geflogen. Dort habe ich mir einen Leihwagen genommen und war mittags schon mit meiner Familie auf dem Jenner.

Sie werden ja sicher von Fans erkannt.

Drews: Das ist kein Problem, ich unterhalte mich gerne mit meinen Fans und bin mit mehreren Leuten aus Zwickau den Jenner abgelatscht. Ich war schon etwas müde, aber es hat großen Spaß gemacht.

Warum kommen Sie immer wieder an den Königssee?

Drews: Meine Frau Ramona war mit ihren Eltern immer auf dem Campingplatz »Grafenbauer«. Deswegen kommen wir auch seit vielen Jahren an den Königssee.

Wie gehen Sie mit Ihrer unglaublichen Popularität um?

Drews: Ich war ein schüchterner Bub und wurde von meiner Familie immer »Männlein« genannt. Aber sie hat mir eine Gitarre geschenkt. Und das war wohl der Beginn meiner Karriere. Zunächst spielte ich Banjo und danach kam ich erst zum Singen. Christian Wechslinger