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Ein Holzkreuz aus vielen Teilen

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Das vom Berchtesgadener Markus Csizmadia geschaffene Holzkreuz hängt jetzt im Fraktionssaal der CSU im Landratsamt München/Au. (Foto: privat)

München/Berchtesgaden – Markus Csizmadia schuf für den Fraktionssaal der CSU im Landratsamt Au in München ein Holzkreuz. Der Berchtesgadener, der derzeit die Städtische Meisterschule für das Holzbildhauerhandwerk in München besucht, hatte mit seinem Entwurf den klasseninternen Wettbewerb gewonnen. Vom Auftraggeber gab es nur eine Vorgabe: Man wollte keinen leidenden Christus haben. Aufrecht, thronend und vorausschauend sollte er sein.


Die CSU-Fraktion von der Au benötigte ein neues Kruzifix für ihren Fraktionssaal. Sie wandte sich mit ihrem Anliegen an die Städtische Meisterschule für das Holzbildhauerhandwerk. Dort werden in zwei Jahren Holzbildhauergesellen zu Meistern ausgebildet. Die Klasse umfasst zwölf Schülerinnen und Schüler, die an der Fachschule ihre Ausbildung zum Holzbildhauermeister absolvieren. Markus Csizmadia ist einer von ihnen.

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Zunächst hat er an der Berufsfachschule für Holzschnitzerei und Schreinerei in Berchtesgaden das Schnitzen gelernt und besucht nun im zweiten Jahr die Meisterklasse. »Etwas Großes und Aufrechtes ist nie etwas Einzelnes, sondern es gehören mehrere Teile dazu«, erklärt Csizmadia seinen Ansatz für den Kreuzentwurf. »Durch Skizzieren bin ich dann darauf gekommen, dass viele kleine Teile ein großes Ganzes, eben das Kreuz, ergeben.«

Rechteckige Buchenleisten bilden die Einzelteile, die der Künstler so zusammengefügt hat, dass sie das Kreuz mit Jesus bilden. Mit seiner klaren Bildsprache hat er das Thema sehr passend umgesetzt. Denn es gilt nicht nur für die kirchliche Gemeinschaft, dass sie sich auf alle ihren Mitgliedern zusammensetzt, sondern auch für eine politische Gemeinschaft. Nur gemeinsam kann man etwas Großes und Ganzes schaffen. Für einen Bildhauer ist es eine Herausforderung, ein so prominentes Thema wie die Kreuzigung umzusetzen. Denn gerade da ist es schwierig, neue Aspekte darzustellen. Doch der schlüssige Entwurf hatte die Auftraggeber überzeugt und in den Sommerferien hat Markus Csizmadia daheim in Berchtesgaden daran gearbeitet. Nun wurde das Kreuz im Fraktionssaal aufgehängt und geweiht. CGM