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Berchtesgadener will unterhalb der Schön-Klinik bauen – Ja zur Voranfrage

Ein Hotel auf der Malterhöh?

Baulücke: Auf diesem Grundstück unterhalb der Schön-Klinik möchte der Berchtesgadener Hans Pfnür ein Hotel bauen. (Foto: Wechslinger)

Schönau am Königssee – Es ist genau das, was sich der Gemeinderat Schönau am Königssee seit Langem wünscht: Ein heimischer Unternehmer möchte im Ort ein neues, familiengeführtes Hotel bauen. Dementsprechend wohlwollend behandelte das Gremium in seiner Sitzung am Dienstagabend dann auch die Anfrage des Berchtesgadener Gastronomen Hans Pfnür. Allerdings gibt es noch ein kleines Problem: die Zufahrt.


Hans Pfnür ist in Schönau am Königssee bestens bekannt. War er doch der langjährige Pächter des Gasthauses »St. Bartholomä«. Sein neues Projekt, ein familiengeführtes Hotel auf der Malterhöh zu bauen, finden die Schönauer Gemeinderäte sehr gut. Bürgermeister Hannes Rasp (CSU) erläuterte dem Gremium das Vorhaben.

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Geplant ist ein »schönes« Haus mit 40 Betten. Wobei es aber wohl bei 28 bleiben müsse, da die Abstandsflächen zu den Nachbargrundstücken zu gering sei. Deshalb müssten auch die Stellplätze unterirdisch untergebracht werden.

Baurecht muss erst geschaffen werden

Aber: Das entsprechende Grundstück liegt im Außenbereich. Baurecht gibt es dort nicht. Mit einem sogenannten vorhabenbezogenem Bebauungsplan könnte man aber eines schaffen. Diese Variante des Bebauungsplan hat laut Rasp auch den Vorteil, dass die Kubatur und Nutzung des Gebäudes im Vorfeld ziemlich genau festgelegt werden können.

Ein besonderes Zuckerl hat Hans Pfnür übrigens auch noch im Angebot: Sehr zur Freude des Gemeinderats würde er einen ebenen Gehweg für die Klinikpatienten anlegen, den man gemeindlich widmen könnte. »Dieses Hotel würde unserem touristischen Ort guttun«, betonte der Bürgermeister. Die Gemeinderäte stimmten dem zu.

Problematisch ist allerdings die Zufahrt zu dem Grundstück. Von unten, vom Waldhauser Bräu, führt lediglich ein schmaler, unübersichtlicher Weg hinauf. Viel zu schmal für Busse. Zwei Autos nebeneinander haben ebenfalls keinen Platz. »Das ist keine gute Zufahrt. Aber bisher gab es keine Probleme«, stellte Hannes Rasp klar. Dem stimmte Stefan Lochner (CSU) zu.

»Bau ist sehr zu begrüßen«

»Dieser Bau ist sehr zu begrüßen. Das Hotel würde sich gut einfügen, das ist ein guter Platz«, sagte Franz Grassl (CSU). Auch Andreas Pfnür (SPD) findet das Vorhaben gut, weil es »eindeutig eine Baulücke« schließen würde. Er merkte jedoch an: »Mir ist der Bau zu groß, da habe ich ein ungutes Gefühl.«

Der Gemeinde stimmte der Anfrage schließlich zu. Das Gremium wünscht sich allerdings, dass der Bauwerber sein Projekt baldmöglichst detailliert im Gemeinderat vorstellen soll. Ein Antrag von Hans Hölzl (FW), die untere Zufahrt auf drei Meter zu verbreitern, wurde mit 13 Gegenstimmen abgelehnt. Christian Fischer