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»Ein sehr schönes, sehr baufälliges Gebäude«

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Idyllische Lage: Der denkmalgeschützte Rosenhof wird aufwendig saniert. (Foto: Wechslinger)

Berchtesgaden – Der vorhabende Bebauungsplan mit integriertem Grünordnungsplan für den Rosenhof wird öffentlich ausgelegt. Das hat der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am Montagabend einstimmig beschlossen. Somit ist der Weg für die Sanierung beziehungsweise Erweiterung des baufälligen Gebäudes frei.


Seit etwa sechs Jahren gibt es die Idee, den Rosenhof zu sanieren. Um das aufwendige Projekt zu verwirklichen, arbeitet die Marktgemeinde eng mit Planer Hans Angerer und dem neuen Eigentümer, die Privatimmobilien Lorenz, Kurz & Schwab GbR (LKS), zusammen. Zunächst soll das im 16. Jahrhundert errichtete, unter Denkmalschutz stehende Anwesen mit dem danebenstehenden Stallgebäude nach den Plänen von Baumeister Angerer saniert werden.

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Es ist angedacht, im Hauptgebäude an die sechs Wohnungen unterzubringen. Sogenanntes »nicht störendes Gewerbe ist für das daneben liegende ehemalige Stallgebäude geplant. »Nicht störend« heißt so viel wie: kein Krach, kein Dreck, kein Gestank. Denkbar wären beispielsweise Ateliers, Arztpraxen oder Kanzleien. Erst dann, wenn die beiden historischen Gebäude saniert sind, kommt der Neubau mit etwa zehn Wohnungen dran.

Der Marktgemeinderat steht von Anfang an hinter dem Vorhaben. Wohl auch deshalb, weil es nicht nur für die Gebäude ein klares Konzept gibt, sondern auch für die Grünflächen drum herum. Weil das Grundstück komplett in einem Landschaftsschutzgebiet liegt, sollen die Eingriffe minimiert werden. Die Grünflächen mit Obstbäumen wurden großzügig bemessen, die Wohnungsnutzung ist landschaftsverträglich in Süd-Ost-Ausrichtung konzipiert. Ein attraktiver Innenhof mit 42 Autostellplätzen rundet den Charakter des Anwesens ab. Laut Marktgemeinderat wird das gesamte Umfeld Grünland bleiben und langfristig auf keinen Fall verbaut werden. Marktbürgermeister Franz Rasp (CSU) betonte in der Sitzung erneut, dass erst nach der Sanierung der historischen Gebäudeteile mit dem Ergänzungsbau begonnen werden darf. Er freue sich darüber, dass es mit diesem »sehr schönen, sehr baufälligen Gebäude« vorangehe. Christian Fischer