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Ein Team für alle Fälle

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Dr.med. Jitka Ptacek zeigt auf das Lieblingsbild der Station. (Foto: Spitzer)

Berchtesgaden – Offen, hell und freundlich sind sie, die Flure und Räume der noch jungen Abteilung Akutgeriatrie des Kreiskrankenhauses Berchtesgaden. Offen ist auch das Lächeln der leitenden Oberärztin Dr. med. Jitka Ptacek die sich hier seit über einem halben Jahr engagiert und um das Wohl ihrer älteren Patienten kümmert.


Gemeinsam mit ihrem Team stabilisiert sie die über 70-Jährigen nach einer Krankenhausnotwendigkeit in einem durchschnittlich zweiwöchigen Aufenthalt in einem der 20 Betten soweit, dass diese anschließend wieder bereit sind für den Alltag zu Hause oder für eine weitergehende Reha. Die Leidenschaft für ihre Arbeit ist ihr deutlich anzusehen.

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Ihre Augen leuchten, als sie den Aufbau der Station, das komplexe Zusammenspiel vieler verschiedener Therapieformen und die Unterstützung durch andere Fachbereiche schildert. »Wir kümmern uns hier um die Basis und stellen uns auf jeden Einzelnen mit seinen individuellen Stärken und Schwächen ein.« Der Tag der Oberärztin dürfte 48 Stunden haben, da neben dem regulären Klinikalltag auch das Organisatorische zu meistern ist. »Ärgerlich ist es nur, wenn das Drumherum nicht funktioniert, alles andere können wir bewältigen.«

Besonders positiv für die Medizinerin, die selbst schon seit 28 Jahren in Berchtesgaden lebt: Die durch die neue Abteilung geschaffene Nähe der zu Behandelnden zu Freunden und Familie. Das trägt immens zu einer schnelleren Genesung bei.« »Es ist schön, die positive Entwicklung mitverfolgen zu können.«Um das zu unterstützen, ist die gesamte Abteilung patientenorientiert und speziell auf die Bedürfnisse Älterer ausgerichtet. Die Ein- bis Zweibettzimmer sind mit behindertengerechten Bädern ausgestattet – jedem Patienten stehen Fernseher, Telefon und auf Wunsch auch eine Internetverbindung zur Verfügung. Für das private Gespräch mit Angehörigen, Frühstück oder eine Tasse Kaffee zwischendurch wurden zwei angenehm gestaltete Aufenthaltsräume geschaffen. Auch auf eine Partie »Mensch ärgere dich nicht« können sich die Patienten hier treffen und bei dem unverbauten Blick auf den Untersberg neue Kräfte sammeln. »Unter diesen Bedingungen kann man etwas bewirken«, bekräftigt die Oberärztin die ihre Arbeit als »erfüllend und schön« beschreibt. Ihre Patienten dürften der gleichen Ansicht sein. Daniela Spitzer