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Einmal Strom, bitte

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Sonst auf dem Rennrad unterwegs, dieses Mal mit der elektrischen Variante gekommen: Gemeindechef Franz Rasp.
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»Tanken« ab sofort Strom (v.l.): Christian Buchwinkler, VW-Bezirksmanager Frank Ehlers, Bürgermeister Franz Rasp und Thomas Buchwinkler. Fotos: Anzeiger/Pfeiffer

Berchtesgaden – Bürgermeister Franz Rasp hat kürzlich die erste E-Tankstelle in Berchtesgaden beim Autohaus Buchwinkler eröffnet. An zwei speziellen Aufladestationen können Besitzer elektrischer Pkws ihre Fahrzeuge auftanken – bislang kostenlos.


Das Fahrrad, mit dem Gemeindechef Franz Rasp zum Termin vorfährt, ist nicht gerade das aktuellste Modell. Trotzdem hat es einen Kniff, der das Zweirad zu etwas Besonderem macht: einen Elektromotor, der Gas gibt, ohne großartige Anstrengung leisten zu müssen.

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Franz Rasp fährt in seiner Freizeit gerne Rad, treten muss er dann, Eigenleistung ist angesagt. Wenn es der Termin aber verlangt, schwingt er sich auf den Elektrodrahtesel, immerhin der einzige, den die Gemeinde aufzuweisen hat. Allzu weit verbreitet scheint die Technik in der Gemeinde noch nicht zu sein. Womit man wieder beim Thema E-Tankstelle angekommen ist.

Die erste E-Tankstelle in Berchtesgaden, angeschlossen an das Autohaus Buchwinkler ist für Besitzer von E-Mobilen grundsätzlich eine feine Sache: »Bei uns kann man kostenlos Strom tanken«, sagt Thomas Buchwinkler, der an diesem Tag auch das erste Elektromobil aus dem Volkswagen-Konzern präsentiert, den E-Up. Ein Stadtflitzer, komplett mit Strom zu betanken, 150 Kilometer soll das Fahrzeug damit fahren können. Das kostet natürlich einiges. Ein erster Schritt ist mit dem »grünen« Pkw aber getan. Jetzt müssen nur noch die Käufer zuschlagen.

»Ich freue mich, dass hier die erste E-Tankstelle eröffnet wird«, sagt Bürgermeister Rasp und führt beispielgebend das Stromkabel von der »Zapfsäule« zum Stecker des Fahrzeugs. Einmal angedockt, benötigt das Fahrzeug rund fünf bis sechs Stunden, bis der Akku voll geladen ist. Natürlich existiert auch eine Schnellladefunktion, allerdings nicht an der Tankstelle. »Schnell zu laden, ist nicht gut für den Akku«, weiß auch Thomas Buchwinkler, der das Fahrzeug folgendermaßen einordnet: »Von zu Hause in die Arbeit und wieder zurück ist jederzeit möglich, man kann auch mal nach Freilassing fahren«, sagt er. Die Verbrauchskosten sind gering, eine Ladung kostet rund drei Euro, wenn man an der eigenen Steckdose auflädt.

Rasp sagt, dass das E-Auto eine gute Sache sei. Kein Feinstaub werde erzeugt, das sei gut für die Umwelt und mit viel technischem Schnickschnack können Fahrzeugbesitzer mit einem Handy-Programm auch gleich von unterwegs den Akku-Ladezustand kontrollieren. Franz Rasp gefällt's auf jeden Fall. Dann schwingt er sich wieder auf sein Elektro-Fahrrad in Richtung Rathaus, der nächste Termin wartet. Kilian Pfeiffer

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