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Einsätze von Maria Gern bis zum Stahlhaus

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Die Besatzungen der Rettungshubschrauber waren am Wochenende häufig gefragt: Einige Bergsteiger waren in Not geraten. (Foto: BRK BGL)

Berchtesgaden – Einige Einsätze auf den heimischen Bergen haben die Einsatzkräfte von Bergwacht, BRK und Polizei am Wochenende beschäftigt. Unter anderem benötigten erschöpfte, verirrte und intern erkrankte Wanderer Hilfe.


Am Sonntagabend gegen 18 Uhr wurde die Bergwacht Berchtesgaden für verstiegene Wanderer zwischen Riemannhaus und Kärlingerhaus alarmiert, die den richtigen Weg nicht mehr fanden. Obwohl bereits ein Hubschrauber angefordert war, löste sich der Einsatz nach rund einer halben Stunde in Wohlgefallen auf, da die in Bergnot Geratenen einen Bergsteiger sahen, der ihnen weiterhelfen konnte und sie auf den Weg zurückführte.

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Am frühen Sonntagmorgen gegen 0.20 Uhr musste der Landrettungsdienst des Roten Kreuzes nach Maria Gern ausrücken, wo ein akut intern erkranktes 16-jähriges Mädchen in einer Hütte medizinische Hilfe brauchte. Die Jugendliche wurde notärztlich versorgt und von der nachgeforderten Bergwacht Berchtesgaden per Gebirgstrage durch unwegsames Gelände zum Rettungswagen gebracht und dann in die Kreisklinik Berchtesgaden gebracht.

Am Freitagabend gegen 22.30 Uhr ging ein Notruf wegen vermeintlicher Lichtzeichen am Göll-Schustersteig ein, die sich bei Kontrolle durch die Bergwacht Berchtesgaden per Nachtsichtgerät dann als Bergsteiger entpuppten, die mit Stirnlampen im Abstieg waren.

Am Freitagabend gegen 17.45 Uhr kam eine vierköpfige Familie in der Sommerhitze zwischen dem Trischübel und der Sigeretplatte an ihre Grenzen. Nach Rücksprache mit der zuständigen Bergwacht Berchtesgaden legten die Wanderer eine Pause ein und stiegen dann langsam in Richtung Königssee ab, den sie mit letzter Kraft erreichten. Die BRK-Wasserwacht holte sie gegen 21 Uhr mit dem Rettungsboot in St. Bartholomä ab, da schon lange das letzte Kursboot abgefahren war. Am Freitag kurz nach 16.30 Uhr ging ein Notruf aus dem Ofental (Hochkalter) ein, wo ein erschöpfter und intern erkrankter Bergsteiger im Abstieg nicht mehr weiterkam. Die Bergwacht Ramsau fuhr per All-Terrain-Vehicle (ATV) in Richtung der Einsatzstelle und brachte den Mann ins Tal, wo er ärztlich untersucht wurde.

Am Freitagnachmittag gegen 12.20 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden zum Schneibstein ausrücken, wo am Weg zwischen Stahlhaus und Gipfel ein Bergsteiger mit einer Fraktur Hilfe brauchte. Die Bergwacht Berchtesgaden fuhr per Geländefahrzeug an, die Berchtesgadener Bergwacht-Notärztin versorgte den Bergsteiger und das Team des Notarzthubschraubers „Martin 1“ flog ihn ins Tal. Gegen 12.45 Uhr ging ein weiterer Notruf von der Grünsteinhütte ein, wo ein Klettersteiggeher mit einer Sprunggelenksverletzung Hilfe brauchte. Eine zweite Mannschaft der Bergwacht Berchtesgaden rückte aus, der Patient verweigerte dann aber vor Ort die Behandlung.

Am späten Mittwochabend gegen 23 Uhr hatten sich zwei Leute im Gelände zwischen Gschirrkopf (Untersberg) und Rabensteinweg in der Dunkelheit verirrt. Die Bergwacht Berchtesgaden rückte aus, suchte die beiden und brachte sie sicher ins Tal. fb