weather-image

Einstimmig für Variante fünf

4.0
4.0
Bildtext einblenden
Der Schönauer Kindergarten wird mit einem Anbau erweitert. Nächstes Jahr im Frühling soll es losgehen. (Foto: Fischer)

Schönau am Königssee – Es wird immer enger. Doch damit soll bereits im nächsten Jahr Schluss sein. Denn der Gemeinderat Schönau am Königssee hat in seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend einstimmig einen Erweiterungsbau des Kindergartens beschlossen. Dieser soll Platz für zwei zusätzliche Gruppen und ein großzügiges Freigelände bieten.


120 Kinder bringt die Gemeinde Schönau am Schönau laut Betriebserlaubnis in ihrem Kindergarten unter. Doch wie Bürgermeister Hannes Rasp (CSU) berichtete, gibt es bereits jetzt 150 Anmeldewünsche. Damit die Kommune ihren gesetzlichen Auftrag der Kinderbetreuung erfüllen kann, muss der Kindergarten erweitert werden. Bereits im November hat der Gemeinderat deshalb das Architekturbüro »Schulze und Dinter« damit beauftragt, fünf Planungsvarianten zu entwerfen. Diese haben die beiden Berchtesgadener Architekten nun dem Gremium vorgestellt.

Anzeige

Das Votum des Gemeinderates fiel eindeutig aus. Einstimmig plädierten die Räte für Variante fünf. Diese sieht einen parkplatzseitigen Anbau an das bestehende Gebäude vor. Die dadurch wegfallenden etwa 20 Stellplätze sollen auf dem gemeindeeigenen Lukasfeld gegenüber der Kirche eingerichtet werden. Das neue Gebäude soll zwei zusätzlichen Gruppen Platz bieten. Auch ein Außenbereich zum Spielen ist geplant.

Vier weitere Varianten

Die anderen vier Varianten stießen beim Gemeinderat auf wenig Gegenliebe. Variante eins hätte auf ein Zwei-Standorte-Konzept gesetzt. Kindergarten plus Räume in der Schneewinklschule. Die zweite Möglichkeit hätte einen Umbau des ehemaligen Polizeigebäudes am Rathaus vorgesehen. Die Nachteile: Die Fläche hätte nicht gereicht. Außerdem wären extrem teure Brandschutzmaßnahmen nötig gewesen. »Das würde sich nicht rechnen«, betonte Architekt Wolfgang Schulze.

Deshalb hätte die dritte Variante einen Abriss des Teilgebäudes vorgesehen. Das neue Haus hätte dann mit dem jetzigen Kindergarten verbunden werden müssen. Die vierte Möglichkeit schließlich hätte einen zweigeschossigen Neubau mit Verbindungsgang direkt am Hang beinhaltet. Aufwendig, schwierig. Ein weiterer Nachteil: »Im Erdgeschoss würde es kaum Tageslicht geben«, so der Architekt.

»Ich wollte das neue Gebäude nicht zwischen Hang und bestehendem Haus einpferchen«, betonte der Bürgermeister. Deshalb sei ihm die Variante fünf eingefallen. »Das ist die beste Bauweise«, so Rasp. Dem stimmten die Gemeinderäte quer durch alle Fraktionen zu. Auch Kindergartenleiterin Irmgard Wucher, die an der Sitzung teilnahm, plädierte für dieses Konzept. »Es erleichtert die Personalplanung, wenn alles beisammen ist«, sagte sie. Franz Graßl (CSU) findet an der Variante fünf vor allem die »tollen Grünanlagen« gut. Stefan Pfnür (FW) stellte klar: »Wir sollten unseren Kindern etwas Schönes bieten. Auch wenn es etwas teurer wird.« Für Stefan Lochner (CSU) steht fest: »Wir müssen die gesetzlichen Auflagen erfüllen. Schließlich wollen wir junge Familien mit Kindern.«

Waldkindergarten unerwünscht

Den Vorschlag von Luca Guscelli, die Gemeinde solle einen Waldkindergarten anbieten, lehnten Bürgermeister, Gemeinderat und Kindergartenleitung ab. »Wir gehen mit den Kindern so oft wie möglich raus. Außerdem sei das Konzept eines Waldkindergartens in puncto Personal und Standort schwierig. Auch gebe es dafür seitens der Eltern keine Nachfrage«, erklärte Wucher.

Baubeginn für den Anbau soll nächstes Jahr im Frühjahr sein. Bereits zum Schuljahr 2016/17 sollen dort Kinder untergebracht werden. Bis dahin gibt es Ausweichräume für 25 Kinder in der Schneewinklschule Christian Fischer

- Anzeige -