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Eiszeit vorbei

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Wie die Eishockey-Mannschaft zur Spielterminvorverlegung steht, wird sich noch zeigen. In jedem Fall zeigt die Marktgemeinde Bereitschaft für Gespräche – trotz voran gegangener Kritik seitens des Berchtesgadener Eishockeytrainers. (Foto: privat)

Berchtesgaden – Deutliche Kritik musste sich Bürgermeister Franz Rasp Anfang letzter Woche anhören (wir berichteten). Der Trainer der Berchtesgadener Eishockeymannschaft, Manfred Mühllechner, hatte in einem Interview im »Berchtesgadener Anzeiger« der Marktgemeinde mangelnde Unterstützung hinsichtlich der Spieltermingestaltung vorgeworfen. Nun ruderte er zurück und hat sich per E-Mail entschuldigt, wie der Geschäftsleiter des Marktes, Anton Kurz, auf Nachfrage bestätigt.


Deutliche Worte von Eishockey-Trainer Mühllechner waren es, die Bürgermeister Franz Rasp in der letzten Woche gar nicht gefallen haben dürften: »Ich habe mich um andere Spieltermine bemüht, doch wie ich hörte, lehnt der Berchtesgadener Bürgermeister diese kategorisch ab«, sagte Manfred Mühllechner damals.

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In der Tat hatte es im Frühjahr ein Treffen zwischen Gemeindeverwaltung und Eishockeyverein gegeben, wie der erste Vorsitzende des Eishockeyvereins, Werner Bindig, bestätigt. »Wir sind auf den Markt zugekommen, um anzufragen, ob wir unsere Spieltermine, die aktuell an Sonntagen stattfinden, vorverlegen könnten.« Auch in der Marktgemeinde wird das Treffen bestätigt. Anton Kurz: »Es gab ein Gespräch.« Allerdings mit offenem Ausgang. Denn der Markt, so Kurz, sei schon damals durchaus bereit gewesen, über eine Vorverlegung zu sprechen. »Allerdings geht das nicht einfach von heute auf morgen«, so der Geschäftsleiter.

Denn die Eishalle in Berchtesgaden wird regelmäßig vermietet. Österreichische Mannschaften spielen dort, Hobbyspieler, der Publikumslauf findet zudem statt. Wenn also über Spieltermine neu verhandelt werden soll, dann muss der Terminplan grundlegend überarbeitet werden. »Wir haben im Frühjahr dem Eishockeyverein mitgeteilt, uns dessen konkrete Vorstellung zu nennen«, sagt Kurz. Präzise Termine, so lautete die Forderung des Marktes. Allerdings kam es erst gar nicht zu einem zweiten Gespräch. Der Eishockeyverein legte den Wunsch der Spielterminvorverlegung erst einmal auf Eis. »An uns ist das also sicher nicht gescheitert«, sagt nun Kurz. Die Aussagen des Eishockeytrainers Mühllechner kann er nicht nachvollziehen. »Das war einfach daneben. Bürgermeister Rasp ist jederzeit zum Gespräch bereit.«

Mittlerweile hat sich Berchtesgadens Eishockeytrainer per E-Mail beim Gemeindechef auch entschuldigt. Werner Bindig, der Vereinsvorsitzende, sagt, man habe vom Verein aus ein weiteres Gespräch im Sande verlaufen lassen. »Eigentlich sind die Sonntagstermine ja in Ordnung, zumindest sehe ich das so.« Nur bei den Zuschauern seien diese noch nie so gut angekommen.

Mit der Gemeinde hat es kürzlich ein weiteres Gespräch gegeben, um jegliche Unstimmigkeiten aus dem Weg zu räumen. Wegen einer möglichen Vorverlegung verweist er auf die erste Eishockey-Mannschaft: »Die müssen entscheiden, was sie wollen.« Sobald ein Entschluss gefasst ist, stehe einem weiteren Gespräch mit dem Markt nichts im Weg. Kilian Pfeiffer

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