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Emsiges Treiben zwischen Tannenbäumen

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Hütten schmücken, Tannen aufstellen, Lichterketten befestigen. Die Helfer hatten in dieser Woche einiges zu tun, damit die Besucher am kommenden Donnerstag pünktlich um 12 Uhr ihren ersten Glühwein trinken können. (Foto: Rothenbuchner)

Berchtesgaden – Hier fährt ein Gabelstapler mit einer großen Holzhütte durch die Gegend, dort befestigt ein Mann Daxer an einem Dach und mittendrin steht Brigitte Zobel, Geschäftsführerin des »Berchtesgadener Advents«, und gibt Anweisungen. Die Eröffnung des Adventsmarkts am 24. November rückt näher und die Vorbereitungen laufen seit Montag auf Hochtouren.


50 Holzhütten stehen auch heuer wieder im Markt. Die größtenteils einheimischen Betreiber kennen Besucher bereits aus dem vergangenen Jahr. Neuerungen, so Brigitte Zobel, sind in diesem Jahr teilweise nicht auf den ersten Blick ersichtlich. So haben die Verantwortlichen beispielsweise viel in die Instandhaltung der Hütten investiert.

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Neu ist auch die Beschallung des Schlossplatzes. Bei den Hirtenspielen, so erzählt Zobel, war es früher oftmals schwierig, alles zu verstehen. Jetzt sollen die Kinder am ganzen Schlossplatz gut zu hören sein. Eine weitere Neuerung trifft ebenfalls diesen Bereich. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr werden die Standl heuer auch hier bis zum 31. Dezember geöffnet haben. »Das ist vor allem ein schönes Angebot für Gäste, die hier ihren Weihnachtsurlaub verbringen«, so Zobel. »Im letzten Jahr waren viele Leute enttäuscht, dass am Schlossplatz keine Hütten mehr geöffnet hatten.«

Eine Besonderheit gibt es in der Zusammenarbeit mit der Touristinfo. Bisher stand am Markt eine eigene Infohütte für Besucher und Reisegruppen. Heuer gibt es diese Informationen direkt in der Touristinfo. Sie hat für diesen Zweck in den kommenden Wochen zu den Zeiten des Berchtesgadener Advents geöffnet. Die somit frei gewordene Hütte nützt man heuer am Triembachereck als Handwerker-Standl. Hier können die Besucher unter anderem Mitgliedern der Berchtesgadener Holzhandwerkerzunft bei der Arbeit zusehen. Lebendiges Handwerk wird auch wieder in einer Schmiedehütte und einer Schnitzwerkstatt zu bestaunen sein.

Um 17.15 Uhr beginnt am 24.  November die offizielle Eröffnungsfeier am Schlossplatz. Bis zum 31. Dezember gibt es dann im Markt einiges zu hören und zu sehen. Beispielsweise sind die Turmbläser heuer jeden Samstag und Sonntag im Einsatz und auch sonst gibt es täglich musikalische Darbietungen. Wer lieber selbst mitmacht, sollte am 23. Dezember um 18 Uhr auf den Schlossplatz kommen. Denn dann gibt es wieder die Gelegenheit zum »Weihnachtslieder selber singen«.

Auch für die kleinen Besucher ist natürlich gesorgt. In der Malwerkstatt und Kinderbackstube können die Kinder selbst aktiv werden und im neu ausgerichteten Tiergehege warten Esel und Ziegen darauf, gestreichelt zu werden.

Damit am Donnerstag alles für die ersten Besucher fertig ist, hatte das Team um Brigitte Zobel in dieser Woche einiges zu tun. Am Montag ging es in aller Früh los. Noch ehe die meisten Geschäfte im Markt aufsperrten, standen schon zahlreiche der Holzhütten am Weihnachtsschützenplatz und warteten darauf, ausgerichtet und geschmückt zu werden. Auch die bunten Holzfiguren erhielten schon bald ihren Platz. Während die einen hämmerten und schraubten, sah man Brigitte Zobel immer wieder quer durch den Markt eilen. Hier eine Frage beantworten, dort eine Anweisung geben. Der Aufbau für den Berchtesgadener Advent ist eine stressige Zeit. Trotzdem streicht Zobel auch die positiven Seiten heraus. Etwa die Zusammenarbeit mit der Mannschaft, welche die Adventshütten betreut und die auch heuer wieder größtenteils die gleiche ist. »Wir sind eine große Adventsfamilie«, so Zobel über ihr Team.

Ein Team, das bis zum Ende der Woche bereits den größten Teil der Aufbauarbeiten geschafft hatte und auch laut Brigitte Zobel gut in der Zeit liegt. Am Montag sollen die Hütten dann an die Standbetreiber übergeben werden. Anschließend geht es ans Einräumen. Für die adventliche Atmosphäre sorgen bereits jetzt über 300 Tannenbaume, die seit Donnerstag im Markt stehen. Ob bis zur Eröffnung auch noch Schnee liegt, wird sich zeigen. »Wir haben ab dem 24. November Schneeflocken bestellt«, sagt zumindest Brigitte Zobel. Mal schauen, ob Frau Holle die Bestellung erhalten hat. Alexandra Rothenbuchner