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Endlich freie Fahrt

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Der Sandweg vom Sunklergäßchen aus wird asphaltiert und dient in Zukunft der Anlieferung für das Kongresshaus. (Foto: Pfeiffer)

Berchtesgaden – Eine Zumutung für Lieferanten ist die aktuelle Situation rund um das Kongresshaus – etwa bei Großveranstaltungen. Das sehen auch Berchtesgadens Gemeinderäte so und beschlossen nun, den Anlieferungsweg – im Zuge des Umbaus – neu zu gestalten. Über das Sunklergäßchen.


Anfang der 90er-Jahre hatte es bereits eine Planung gegeben, über das Sunklergäßchen das Kongresshaus zu beliefern. Allerdings scheiterte damals das Vorhaben grandios. Umso grandioser, dass nun, nach über 20 Jahren, ein weiterer Versuch unternommen wird, die leidige Situation wenigstens in Ansätzen zu verbessern.

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Bislang erfolgt eine Zulieferung für Veranstaltungen entweder über den denkmalgeschützten Friedhof oder aber vor dem Kongresshaus. Schwere Teile für Bühnenaufbau und Technik müssen dann umständlich bis in den großen Saal gefahren werden. Das soll sich nun ändern. In Zukunft werden Transporter über das Sunklergäßchen geleitet und müssen dann jenen Weg befahren, der hoch zum Kongresshaus führt und bislang nichts weiter ist als ein Fußgängerweg.

»Der Sandweg wird verbreitert und asphaltiert«, so Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp. Kleinere Lieferfahrzeuge können die Straße dann ohne Weiteres befahren. Für andere Fahrzeuge wird der Weg allerdings gesperrt bleiben. Ebenso wird es keine Parkmöglichkeiten entlang der Aussegnungshalle am Alten Friedhof geben, wie es sich etwa Gemeinderat Josef Haslinger während der Sitzung gewünscht hatte.

Nach Abschätzung der Marktverwaltung erwartet man sich für die Maßnahme Städtebaufördermittel, da der Alte Friedhof denkmalgeschützt ist. Künftig müsse dieser nicht mehr für Zulieferungen befahren werden. »Für Fördermittel ist das eine gute Ausgangssituation«, sagt Marktbaumeister Peter Hasenknopf. Geplant ist, noch in diesem Jahr mit der Maßnahme zu beginnen. 110 000 Euro soll der Straßenneubau vom Sunklergäßchen aus betragen. Den Hauptteil der Kosten soll die Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee stemmen.

Stellvertretender Bürgermeister Bartl Mittner äußerte sich zu den Plänen positiv. In den 90er-Jahren hatte er sich noch gegen einen Ausbau entschieden. Ein Baum soll entfernt werden, ein weiterer großer allerdings stehen bleiben. Bartl Mittner freut sich über diese Tatsache. Dieses Mal gibt er sein »Okay« für den Ausbau. Kilian Pfeiffer

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