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Enger Zeitplan beim Kongresshaus-Umbau

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Hier wird ein Verbindungsgang zum künftigen Veranstaltungsbereich des Kongresshauses entstehen. Foto: Anzeiger/Kastner

Berchtesgaden – Im Juni rollen die Bautrupps an – und dann geht es Schlag auf Schlag. Nur drei Monate bleiben den Verantwortlichen, dann soll der erste Bauabschnitt im Rahmen der Kongresshaus-Sanierung vollendet sein. Schließlich ist bereits für 15. September wieder eine größere Veranstaltung terminiert. Das neue Kongresshaus-Konzept, das gestern im Ausschuss der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee im Detail präsentiert wurde, stieß im Wesentlichen auf Zustimmung.


Nur den ersten Bauabschnitt, der ausschließlich den hinteren Gebäudeteil betrifft, will man heuer abwickeln. Doch damit wird man ausreichend beschäftigt sein, denn es steht allerhand an. Vom Kurgarten aus will man sich in den Bereich der jetzigen Gastronomie, des Foyers und des Großen Saals vorarbeiten. Während es im Großen Saal hauptsächlich um technische Verbesserungen geht, werden das Foyer und der aufzulösende Gastronomiebereich völlig umgestaltet. Der Kleine Saal soll hierher verlegt werden, außerdem werden Konferenzräume angelegt. Dazwischen ist eine Cateringküche für externe Caterer geplant. »Die Küche kann von unterschiedlichen Caterern bedient werden«, sagte Tourismusdirektor Michael Grießer. Zur Cateringküche gehört auch eine große Schanktheke, die zum Foyer hin ausgerichtet ist. Durch den Abbau der großen Treppenanlage wird die Foyer-Fläche verdoppelt.

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»Natürlich ist künftig alles behindertengerecht gestaltet«, sagte Tourismusdirektor Michael Grießer. Aufzüge ermöglichen auch Rollstuhlfahrern das Erreichen aller Ebenen. Nicht angreifen will man nun entgegen früherer Planungen die Toilettenanlage neben der Garderobe im Untergeschoss. »Die Anlage ist immer noch top, hier können wir uns viel Geld sparen«, betonte Verbandsvorsitzender Stefan Kurz.

Erreichbar wird der gesamte Veranstaltungsbereich im hinteren Gebäudeteil über einen neuen Verbindungsgang sein, der auf der Kurgartenseite des Kongresshauses errichtet wird. Für den neuen Gang wird ein Teil des bisherigen Lesesaals umfunktioniert. Hier wird künftig der zentrale Zugang für das gesamte Kongresshaus sein. »Durch den neuen Zugang können wir die beiden Gebäudeteile völlig getrennt voneinander betreiben«, so Kurdirektor Grießer. Im Verbindungsbau können beispielsweise künftig viel leichter Ausstellungen organisiert werden, weil der Bereich absperrbar ist.

Der vordere Kongresshausteil wird erst 2015 umgebaut. Hier wird es im Erdgeschoss eine öffentliche Toilettenanlage geben. Zusätzlich zur Touristinfo wird hier künftig auch die Berchtesgadener Land Tourismus Gesellschaft (BGLT) untergebracht sein – im bisherigen Kleinen Saal und auf einer neuen Geschossfläche, die nach der Einziehung einer Zwischendecke entstehen wird.

Ein Teil des Leseraums wird künftig als Bistro-Café Verwendung finden. Die Räumlichkeiten werden von der TRBK lediglich zur Verfügung gestellt und verpachtet. Auf der Kurgartenseite wird es eine Terrasse geben und auch auf der Straßenseite können bei Bedarf Tische aufgestellt werden. Um den Kurgarten zur Marktseite hin weiter zu öffnen, ist der Abriss des Flachgebäudes neben dem Hafnerhaus geplant. Außerdem hat man bereits eine Neugestaltung des gesamten Kongresshausvorplatzes angedacht, mit der der Besucher direkt zum neuen Eingangsbereich geleitet wird. Ulli Kastner