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Entwarnung nach Bombendrohung in Bayerisch Gmainer Bank

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In der Sparkassen-Filiale an der der Berchtesgadener Straße drohte ein älterer Mann damit, das Gebäude in die Luft zu sprengen, wenn er die geforderte Summe von 15 000 Euro nicht bekäme.
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Bayerisch Gmain – Nach einem SEK-Einsatz wegen einer Bombendrohung in einer Bankfiliale in der Berchtesgadener Straße konnte ein Roboter Entwarnung geben. Ein Einheimischer wollte am Dienstag (14. März 2017) eine 5-stellige Bargeldsumme abheben. Da er das Geld nicht bekam, drohte er, die Bank in die Luft zu sprengen.


Update um 16.45 Uhr:

Einen Großeinsatz für Freiwillige Feuerwehr, Rettungsdienst und Beamte des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd löste ein etwa 50-jähriger Mann am Dienstag in Bayerisch Gmain aus. Es stand zu befürchten, dass in seinen Rollstuhl Sprengmittel eingearbeitet waren.

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Gegen 10 Uhr hatte der Mann eine Bankfiliale aufgesucht. Die Aushändigung einer größeren Summe wurde dem Mann, der nach jetzigen Erkenntnissen unter Betreuung steht, jedoch von den Bankangestellten verweigert. Daraufhin drohte der Rollstuhlfahrer, dass sich in seinem Rollstuhl Sprengmittel befinden und er diese zum Einsatz bringen würde.

Zunächst wurde die Bank geräumt und das Gelände weiträumig abgesperrt. Im Einsatz waren knapp 50 Beamte des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, von der Polizei Bad Reichenhall und umliegenden Dienststellen, sowie 40 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren und zehn Kräfte des Rettungsdienstes.

Im weiteren Verlauf – die Ernsthaftigkeit der Drohung konnte nicht sicher eingeordnet werden – mussten die Beamten und Freiwilligen vor Ort einen Sicherheitsbereich mit etwa 300 Metern Radius einrichten. Knapp 300 Anwohner waren von den Maßnahmen betroffen und verließen ihre Häuser. Auch eine Schule und ein Kindergarten mussten geräumt werden. Bei einer Klinik und einem Altenheim in der Nähe verzichtete die Einsatzleitung auf diese Maßnahmen, hier begaben sich die Anwesenden in geschützte und von der Bank abweisende Bereiche.

Gegen 15.40 Uhr brachten Spezialisten der Technischen Sondergruppe des Bayerischen Landeskriminalamtes einen Roboter zum Einsatz und untersuchten den Rollstuhl. Nachdem keine Auffälligkeiten festgestellt werden konnten, begutachteten die Beamten das Gerät unmittelbar. Kurze Zeit später konnte Entwarnung gegeben werden, die Verkehrssperrungen wurden aufgehoben und die Bewohner durften heimkehren.

Der Rollstuhlfahrer, der den Einsatz ausgelöst hat, befindet sich derzeit bei der Polizei und wird vernommen, gegen ihn laufen strafrechtliche Ermittlungen. Nach derzeitigem Stand wird auch eine ärztliche Begutachtung seiner Person stattfinden.

Pressemeldung des Polizeipräsidiums

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Foto: Leitner, BRK BGL

Update um 15.50 Uhr:

Die Polizei gab soeben Entwarnung. Am Rollstuhl konnten keinerlei Sprengmittel gefunden werden – das bestätigten die Experten der Technischen Sondergruppe des BLKA. Der geräumte Bereich wird wieder freigegeben, die Bewohner können zurückkehren.

Der Rollstuhlfahrer, der gegen 10 Uhr morgens mit einer Bombe gedroht hatte, befindet sich bei der Polizei, er wird dort vernommen.

Update um 15.45 Uhr:

Der Rollstuhl wurde mit einem Roborter untersucht und es konnten bisher keine Auffälligkeiten festgestellt werden. Nun wird eine entsprechend geschütze Person der Technischen Sondergruppe in die Bankfiliale gehen, um weitere Untersuchungen vorzunehmen. (Fotos: Pfeiffer und BRK BGL)

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In der Sparkassen-Filiale an der der Berchtesgadener Straße drohte ein älterer Mann damit, das Gebäude in die Luft zu sprengen, wenn er die geforderte Summe von 15 000 Euro nicht bekäme.

Update um 15.30 Uhr:

Das Rote Kreuz ist aktuell mit rund 40 Einsatzkräften und zwölf Fahrzeugen an zwei Bereitstellungsräumen südöstlich und nordwestlich der Bank vor Ort, um den Einsatz abzusichern und eventuell nicht mobile Betroffene zu evakuieren, darunter die Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG'n) der BRK-Bereitschaften aus dem gesamten Landkreis und die Sanitätseinsatzleitung mit Unterstützungsgruppe. Die Sanitäter richteten in der Kirche eine Betreuungsstelle für evakuierte Anwohner ein und mussten einen liegenden Anwohner ins Krankenhaus transportieren. Die Freiwillige Feuerwehr leitet den Durchgangsverkehr auf der gesperrten B20 über das Leopolstal um. Leitner, BRK BGL

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Update um 14.45 Uhr:

Wir haben Bilder vom Einsatzort. Inzwischen wurde die Umgebung im Umkreis von 300 Metern vollständig geräumt. Die Polizei wird nun einen Roboter in die Bankfiliale schicken, um den Rollstuhl genauer zu untersuchen.

Die Polizei geht aktuell nicht davon aus, dass eine Gefahr von dem Rollstuhl ausgeht. Trotzdem werden alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen – die Einsatzkräfte gehen kein Risiko ein, so ein Pressesprecher des Präsidiums. (Fotos: Kilian Pfeiffer)

Update um 13.35 Uhr:

Auf Anfrage unserer Zeitung teilte uns das Polizeipräsidiums Oberbayern Süd mit, dass ein Mann mittleren Alters, der in Bayerisch Gmain wohnhaft ist, gegen 10 Uhr mit seinem Rollstuhl in die Bank kam. Der Mann wolte Geld abheben, das er aus bislang unbekanntem Grund nicht erhalten hat.

Daraufhin sprach der Mann eine Bombendrohung aus. Laut Angaben des Pressesprechers der Polizei befindet er sich in einer psychischen Ausnahmesituation. Er ist bereits in Gewahrsam genommen worden.

Der Rollstuhl befindet sich aktuell noch in der Bankfiliale. Spezialeinsatzkräfte sind am Ort. Bevor die Spezialisten mit ihrer Arbeit beginen können, muss die Umgebung im Umkreis von 300 Metern geräumt sein.

Update um 13.20 Uhr:

Die Grundschule wurde inzwischen vollständig evakuiert – Eltern können ihre Kinder im Katholischen Pfarramt in der Reichenhaller Straße 5 abholen, so die aktuelle Meldung der Polizei.

Erstmeldung:

Ein Mann hat am Dienstagmorgen in einer Bankfiliale in Bayerisch Gmain eine Drohung ausgesprochen, weshalb nun in einem Radius von mehreren hundert Metern ein Sicherheitsbereich um die Bankfiliale eingerichtet wurde. Zahlreiche Menschen mussten den Schutzbereich räumen, die Polizei bittet dafür um Verständnis und um Kooperation der Betroffenen.

Ob die Drohung des Mannes, der inzwischen im Gewahrsam der Polizei ist, ernst zu nehmen ist, müssen jetzt die Fachleute überprüfen.

Weitere Informationen in Kürze.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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