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Erkundungsteam der Gebirgsjägerbrigade im Senegal

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Oberstleutnant Herborn vor einem angesprengten Autotorso auf dem Pionierübungsgelände in Bargny. Hier sollen in Zukunft senegalesische Soldaten trainiert werden. (Foto: privat)

Bad Reichenhall – Ein Erkundungsteam der Gebirgsjägerbrigade 23 »Bayern« aus Bad Reichenhall reiste im September in den Senegal. Ziel des fünftägigen Aufenthalts war es, im Rahmen eines sogenannten mobilen Ausbildungsteams der Vereinten Nationen die potenzielle Ausbildung senegalesischer Streitkräfte vorzubereiten.


In der deutschen Botschaft in Dakar erhielten die Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall sowie ein Arzt und ein Veterinär eine Einweisung in Landeskunde und über die Sicherheitslage.

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Nach einer anschließenden Begrüßung durch den Generalstab der senegalesischen Streitkräfte und einer ersten Arbeitsbesprechung besuchte die deutsche Delegation auch einen Stützpunkt der französischen Streitkräfte in Dakar, die seit vielen Jahren im Senegal Ausbildungsunterstützung leisten.

An den folgenden Tagen führte die Reise in zwei senegalesische Ausbildungseinrichtungen in Thiès und Bargny. Dort erkundete das Team die Infrastruktur, Ausbildungsmittel, Übungsplätze und medizinische Einrichtungen.

Bereits nach kurzer Zeit konnten Trainingsinhalte und der Ausbildungsort – das Pionierausbildungszentrum in Bargny – festgelegt werden.

Infanterie- und Pionierausbilder der Gebirgsjägerbrigade 23 sollen voraussichtlich ab Mitte November für rund drei Wochen diese vorbereitende Ausbildung für Einsätze von senegalesischen Soldaten im Rahmen der Vereinten Nationen durchführen. Dabei sollen 25 senegalesische Offiziere und Unteroffiziere, die bereits als Ausbilder tätig sind, auf dem Gebiet des Schutzes vor improvisierten Sprengfallen bei Patrouillen zu Fuß und mit Fahrzeugen trainiert werden.

Nach bestandener Ausbildung sollen sie als Multiplikatoren ihr neu erworbenes Wissen weitergeben. »Wir haben motivierte und gut ausgebildete Soldaten kennengelernt«, betont der Leiter der Ausbildung, Oberstleutnant Konrad Herborn. »Ein senegalesisches Sprichwort sagt: Auch der größte Baum wächst aus einem Samenkorn. Deswegen würden wir uns freuen, wenn unsere Ausbildung im übertragenen Sinne dieses Samenkorn säen würde.« fb