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Erst Denkmalschutz, dann Wohnungen

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Rosige Zeiten: Der denkmalgeschützte Rosenhof wird saniert. Es sollen Wohnungen und ein Gewerbebetrieb entstehen. (Foto: Wechslinger)

Berchtesgaden – Die Neuaufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans für den historischen Rosenhof (wie berichtet) hat eine weitere Hürde genommen. Der Marktgemeinderat Berchtesgaden hat in seiner jüngsten Sitzung am Montagabend einstimmig die Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung beschlossen. 16 Wohnungen und ein Gewerbebetrieb sollen dort in drei Gebäuden untergebracht werden.


Eines stellte Marktbürgermeister Franz Rasp (CSU) von Anfang an klar. »Erst wird der denkmalgeschützte Bestand saniert, dann kommt das neue Wohngebäude dazu.« Denn das historische Ensemble aus dem 16. Jahrhundert prägt das Landschaftsbild und soll in der Substanz erhalten bleiben. Das gilt für das Hauptgebäude, in dem maximal sechs Wohnungen entstehen sollen, und den Stallstadel, wo sogenanntes nichtstörendes Gewerbe untergebracht werden soll. Für das dritte Gebäude, einen Neubau, sind maximal zehn Wohneinheiten geplant. Im Innenhof sollen insgesamt 42 Stellplätze angelegt werden. Ein Teil davon als Carport. Der bestehende Weg, der an dem Ensemble vorbeiführt, wird leicht verlegt und kann auch künftig als Rad- und Fußweg über das Weinfeld zum Markt genutzt werden. Streuobstwiesen zwischen Rosenhof und Schwesternwohnheim sollen laut Rasp einen optischen Abschluss bilden. Der Umgriff der Gebäude bleibt grün. »Das ist eine gelungene Kombination«, freute sich Rasp über das Vorhaben. Auch Richard Schwab (FW) freute sich darüber, dass dem Rosenhof »neues Leben eingehaucht wird«. Er hatte allerdings noch eine besondere Bitte an die künftigen Eigentümer. Nämlich, dass die Rosenhofer Buttnmandl nach wie vor von dort auslaufen können. Christian Fischer

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