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Erst Stellplätze, dann größere Verkaufsfläche

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Das Gewerbegebiet am Triftplatz läuft hervorragend. Allerdings reichen die Parkplätze an vielen Tagen nicht aus. Deshalb muss LIDL neue Stellplätze schaffen, ehe die Verkaufsflächen erweitert werden dürfen. (Foto: Wechslinger)

Schönau am Königssee – Die Firma LIDL will im Einkaufsmarkt am Triftplatz ihre Verkaufsflächen durch die Umnutzung von bisherigen Lagerflächen von 800 Quadratmeter auf 1 200 Quadratmeter erhöhen. Eine entsprechende Bauvoranfrage lehnte der Gemeinderat Schönau am Königssee am Dienstag zwar einstimmig ab. Das Gremium stellte aber eine Zustimmung in Aussicht, wenn das Unternehmen die Zahl der Stellplätze erhöht.


Bürgermeister Hannes Rasp erklärte die Hintergründe der Bauvoranfrage. So hatten die Festsetzungen im Landesentwicklungsplan (LEP) bei der Ausweisung des Gewerbegebiets eine größere Verkaufsfläche verhindert. Allerdings hatten sich damals schon Änderungen im LEP abgezeichnet. Die Firma LIDL habe deshalb damals größere Lagerflächen gebaut, die nun, da es gesetzlich möglich geworden ist, in Verkaufsfläche umgewandelt werden sollen. »Das Unternehmen will nach eigenen Angaben aber nicht das Sortiment erhöhen, sondern es soll eine qualitativ hochwertigere Ausstellung mit breiteren Gängen geschaffen werden«, sagte der Bürgermeister.

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Rasp wies allerdings auch darauf hin, dass es für das Gewerbegebiet eine Zweckvereinbarung mit der Marktgemeinde Berchtesgaden gibt. Darin sei festgehalten, dass es einen Markt mit 1 400 Quadratmetern (Rewe) und einen mit 800 Quadratmetern (LIDL) geben darf. »Wir müssten also ohnehin beim Markt anfragen, ob Einverständnis mit einer Änderung dieser Zweckvereinbarung besteht«, erklärte Rasp.

Doch muss vorher laut Rasp noch ein anderes Problem gelöst werden. »Das Gewerbegebiet am Triftplatz läuft hervorragend. Allerdings gibt es zunehmend Probleme mit dem Parken, die Staus reichen teilweise bis in den Kreisverkehr zurück«, betonte der Bürgermeister. Zwar räumte der Rathauschef ein, dass mit den aktuell 136 LIDL-Stellplätzen mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen existierten. Dennoch vertrage der Triftplatz aufgrund der Stellplatzsituation aktuell nicht noch mehr Kunden.

Bevor man sich wegen einer Zweckvereinbarungsänderung an den Markt wende, sollte das Unternehmen die Zahl der Stellplätze erhöhen. Wo das genau geschehen soll, konnte der Bürgermeister nicht sagen. »Man könnte ja auch an ein Parkdeck denken. Das muss halt untersucht werden.« Der Gemeinderat sah es genauso und fasste ein einstimmiges Votum. Ulli Kastner

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