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Erster Schritt zur Sanierung der Breitwiese

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Alle Jahre wieder werden beim TSV Berchtesgaden mit seinen über 1 500 Mitgliedern verdiente Sportler, Trainer, Funktionäre und langjährige Vereinsangehörige ausgezeichnet. Foto: Anzeiger/Wechslinger

Berchtesgaden - Bei der Jahreshauptversammlung des TSV 1883 Berchtesgaden dokumentierten die Rechenschaftsberichte der Abteilungsleiter und das Vorstandsreferat von Werner Böhnlein, dass die im Verein eingeschlagene Richtung stimmt. Im Mittelpunkt der Versammlung im Gasthof »Goldener Bär« standen zahlreiche Ehrungen verdienter Mitglieder. Ferner wurde über die angedachte Generalsanierung des Sportplatzes Breitwiese gesprochen.


Beim Gedenken an die im letzten Jahr verstorbenen Vereinsmitglieder erinnerte 1. Vorsitzender Werner Böhnlein besonders an Walter Hofmann, den er als Urgestein des Vereins bezeichnete, der sich über viele Jahrzehnte um den TSV Berchtesgaden verdient gemacht habe.

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Böhnlein stellte in seinem 13. Jahresbericht fest, dass im TSV Berchtesgaden wiederum hervorragend gewirtschaftet und auf allen Ebenen hervorragende Arbeit geleistet worden sei. Als herausragend bezeichnete der Vorstand den Bau des Vereinskasers, den besonders die Fußballer sehr gut angenommen hätten. »Ich würde mir wünschen, dass die anderen Abteilungen noch stärker auf diese gelungene Einrichtung zurückgreifen.«

Als nicht angemessen für ein Mittelzentrum bezeichnete Böhnlein die gesamte Sportanlage Breitwiese. So sei nun angedacht, den Kunstrasenplatz als erste Maßnahme zu sanieren und später Hauptplatz, Laufbahn, Funktionsgebäude und Turnhallen in Angriff zu nehmen, erklärte Böhnlein die nächsten Schritte, die jedoch als finanzintensive Projekte langfristig zu sehen sind. Im Weiteren lobte Böhnlein die Schäffler für ihr Engagement im letzten Jahr sowie Organisationsleiterin Claudia Renoth für deren beispielhaften Einsatz. Die Mitgliederzahlen seien zurückgegangen, so Böhnlein, was jedoch ein allgemeiner Trend in der Gesellschaft sei. Gerade deshalb forderte Böhnlein dazu auf, nicht stehen zu bleiben, aktiv zu arbeiten und vielfältige Akzente zu setzen.

Im Reigen der Abteilungsleiterberichte erinnerte Hans Labacher an viele Erfolge seiner Ringer, aber auch an eine starke Liga, in der bei mehreren Vereinen viele Ausländer kämpften. Gleichwohl versuche man in der Ringerabteilung des TSV Berchtesgaden an die großen Erfolge früherer Jahre anzuknüpfen.

Der neue Abteilungsleiter Fußball, Hans Klegraefe, erinnerte an den Aufstieg der ersten Mannschaft im letzten Jahr, was zuletzt vor 27 Jahren gelungen ist. Zur Sprache kamen neben der ersten Mannschaft auch die einer Reserve, die Mädchenmannschaft, die C-Junioren in der Spielgemeinschaft mit Scheffau-Schellenberg und Ramsau sowie die 40 E- und F-Junioren.

»Der Kunstrasen Breitweise wird im Sommer von der Gemeinde in Angriff genommen«, freute sich der Abteilungsleiter Fußball. Hans Klegraefe lobte besonders Max Leo junior, der großartige Arbeit für die Fußballabteilung geleistet habe. Irgendwann sei es dem Max jedoch zu viel geworden und »so musste er die Notbremse ziehen«. Max Leo steht jedoch der Fußballabteilung als Spielausschussvorsitzender weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Als neuen Trainer habe man A-Lizenz-Inhaber Richard Hartmann gewinnen können, der als Ziel den Klassenerhalt ausgegeben hat. Gleichwohl wisse man natürlich, wie schwierig dieses Vorhaben zu realisieren sein wird.

Franz Gollinger berichtete von den Aktivitäten in der Leichtathletikabteilung, in der unter anderen mehrere Sportlerinnen und Sportler sehr rege Volleyball und Basketball spielen. Auch gibt es eine Neigungsgruppe Nordic Walking. Gollinger ist sehr um einen Übungsleiter bemüht, der den etwas verwaisten Bereich Leichtathletik auf Vordermann bringt.

Von erfreulichen Entwicklungen berichtete der Leiter der Reha-Sportgruppe, Hans Pastötter. In einem Elf-Punkte-Vortrag verdeutlichte Pastötter das Selbstverständnis der Gruppe von Menschen mit einem Handicap. »Die RSG befindet sich auch weiterhin in einem beschwerdefreien und zufriedenen Zustand«, so Pastötter zu seiner Gruppe mit 63 Mitbürgern, von denen der Jüngste ein siebenjähriger querschnittgelähmter Bub ist.

Von schönen Erfolgen sprach Ernst Stocker für die Abteilung Trampolin-Turnen. Nach einem Jahr Wettkampfpause seien gleich mehrere Mädchen erfolgreich in die Wettkämpfe zurückgekehrt. Silke Kurz aus der sehr regen Turnabteilung sprach von 13 verschiedenen Angeboten für die Mitglieder. Gleichwohl sei es mit bis zu 60 Sporttreibenden in einer Halle eng. Das Angebot an Übungsleitern und Assistenten sei zurückgegangen, weil viele studierten, so Silke Kurz, die auch verschiedene schöne Erfolge in der Turnabteilung erwähnte.

Ein leichter Rückgang an Mitgliedern sei auch in der Judoabteilung zu verzeichnen, bedauerte Stephan Sunkler. Die Abteilung beteiligt sich mit drei Kämpfern beim TuS Prien an der Meisterschaftsrunde. Ferner gingen mehrere Judoka erfolgreich bei nationalen und internationalen Turnieren an den Start. Und natürlich wurden auch wie in jedem Jahr mehrere Gürtelprüfungen abgenommen, erinnerte der Abteilungsleiter.

Manfred Hupfer referierte für die Tischtennisabteilung und sprach dabei von einer durchwachsenen letzten und teilweise einer schwierigen laufenden Saison. Mit Freude ehrte Hupfer den langjährigen Akteur Rudi Lemberger für 20 Jahre Leistungssport. Werner Schneider wurde eine nicht alltägliche Ehrung für 60 Jahre Leistungssport zuteil.

Schließlich klärte Dieter Schweiger über das neue Sportabzeichen auf. Die Leistungskriterien seien nach 100 Jahren überholt gewesen und so gab der deutsche Olympische Sportbund Anfang des Jahres die neuen, dem Zeitgeist angepassten Anforderungen bekannt. Gleichzeitig fiel das Bayerische Leistungssportabzeichen weg. Für die Zukunft forderte Schweiger zwei jüngere Prüfer im Verein, die künftig die Sportabzeichen abnehmen sollen. Aus der Ringerabteilung meldeten sich spontan zwei Kräfte.

Der schönste Teil einer Jahreshauptversammlung ist stets die Ehrung verdienter Aktiver und langjähriger Mitglieder, von denen es in einem Verein mit über 1 500 Mitgliedern natürlich immer wieder einige gibt. Vorstand Werner Böhnlein bedachte die Verdienten mit geschmackvollen Präsenten (siehe Kasten). Christian Wechslinger