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Erster Spatenstich für den zweiten Streich

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Anpacken beim sozialen Wohnbau (v.l.): Bauleiter Robert Bernegger vom Planungsbüro Wagner, Planungsbürochef Thomas Wagner, Martin Lorenz von der Baufirma LKS, Bernhard Fuchs von der Baufirma Fuchs, Michael Lenz vom Wohnbauwerk, Wohnbauwerk-Chef Florian Brunner, Landrat Georg Grabner und Bürgermeister Thomas Weber. (Fotos: Fischer)
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Schampus und »Anzeiger«: Florian Brunner präsentiert den Schatz, den Thomas Weber beim Spatenstich ausgegraben hat.

Bischofswiesen – Im Bischofswieser Ortsteil Winkl entstehen derzeit 16 neue Wohnungen in den verschiedensten Größen. Am Mittwochnachmittag war der offizielle erste Spatenstich.


Das Vorhaben des Wohnbauwerks Berchtesgadener Land ähnelt dem Projekt, das kürzlich in Bad Reichenhall realisiert wurde. Mit ein Grund dafür, warum der neue Gebäudekomplex in Rekordzeit entstehen soll.

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Den Spaten in die Hand nahmen unter anderem Landrat Georg Grabner als Aufsichtsratsvorsitzender des Wohnbauwerks, Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber und Wohnbauwerk-Geschäftsführer Florian Brunner. Letzterer erläuterte den Spatenstich-Teilnehmern, dass der Bauantrag für das Projekt im Januar eingereicht worden sei. Nach den Genehmigungen durch die Gemeinde beziehungsweise das Landratsamt im März beziehungsweise April habe im Mai die Ausschreibung stattgefunden. Brunner bezeichnete das als »optimalen Verlauf«.

Das neue Gebäude an der Adalbert-Stifter-Straße wird sich quasi in der Keimzelle des Wohnbauwerks befinden. Denn in der unmittelbaren Umgebung gibt es bereits 260 Sozialwohnungen. Einige davon sind seit den 50er-Jahren von den selben Mietern bewohnt. Das neue Gebäude entsteht in Niedrigenergiebauweise und wird auf einer Gesamtfläche von 1 150 Quadratmetern 16 Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen zwischen 48 und 108 Quadratmetern bieten. Die gut ausgestatteten Wohnungen werden über Kabelanschluss und schnelles Internet verfügen sowie barrierefrei frei. Der Mietpreis liegt zwischen 4,10 und 6,50 Euro. Die Differenz zu den üblichen 9,70 Euro zahlt der Staat. »Mit diesem Wohnungsmix können wir einem breiten Querschnitt der Gesellschaft eine Bleibe anbieten«, so Brunner. Den sozialen Wohnbau bezeichnete er als eine der »größten Aufgaben unserer Gesellschaft«.

Landrat Georg Grabner betonte, dass im Landkreis die Nachfrage nach Wohnungen deutlich höher sei als das Angebot. Ein starker Druck komme aus dem benachbarten Salzburg. Mit dem neuesten Projekt des Wohnbauwerks könne man »Topwohnungen zu einem sensationellen Mietpreis« anbieten. Bürgermeister Thomas Weber erklärte, dass er unmittelbar vor dem ersten Spatenstich beim Notar gewesen sei, um die Bischofswieser Kommunale Wohnbau GmbH eintragen zu lassen. Denn die Gemeinde bräuchten einen bezahlbaren Wohnungsmarkt. Das Projekt des Wohnbauwerks trage dazu bei. Christian Fischer