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Es ist wieder Winter

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Freuen sich über den Wintereinbruch: der große und der kleine Schneemann vor dem Kehlsteinhaus. (Fotos: privat)

Berchtesgaden – Er ist wieder da, der Winter. Auf den Bergen liegt seit der Nacht auf Donnerstag  Schnee. Und auch im Tal war es bitterkalt. Doch diesmal hat das für die Kehlsteinbetriebe kaum Auswirkungen. Die Busse fahren. Allerdings mit einer kleinen Einschränkung.


Kehlsteinwirt Norbert Eder reagiert gelassen. Es ist schließlich nicht das erste Mal, dass der Schönauer unmittelbar nach der Eröffnung wieder Schnee vor der Tür hat. Aber, was soll's? »Lieber im Mai als im August«, lacht er. Auch habe er laut Wettervorhersage mit Schlimmerem gerechnet. Letztlich hat es ab etwa 1 300 Metern geschneit. Das Kehlsteinhaus liegt auf 1 834 Metern. Besonders freut sich Norbert Eder darüber, dass die Busse fahren. Und er einen mehr oder weniger normalen Wirtshausbetrieb hat.

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Beschlossen wurde das am frühen Donnerstagmorgen. Fahrdienstleiter Peter Hinterseer, ein Vertreter der RVO und einer vom Staatlichen Bauamt haben die Route freigegeben. Ein sicherer Betrieb der traditionellen Kehlsteinlinie war gewährleistet. Natürlich erst, nachdem die Straße geräumt und gesalzen worden war. Allerdings konnten die Gäste ihren Aufenthalt auf dem Kehlstein nicht wie sonst frei wählen. Maximal eineinhalb Stunden durften es sein. Damit es bei einer plötzlichen Wetterverschlechterung gleich wieder runter gehen konnte.

Für die kommenden Tage ist Eder optimistisch: »Es ist eh schon a bissl wärmer geworden. Die Schneefallgrenze soll weiter steigen.« Längerfristig sorgt sich der Kehlsteinwirt allerdings um den Klimawandel. In seinen inzwischen 26 Jahren als Pächter des Kehlsteinhauses musste er deutliche Veränderungen bemerken. »Früher war der Schnee härter. Aber diese massive Kälte gibt es nicht mehr. Früher musste ich den Schnee zerschlagen, heute kann ich ihn einfach wegfräsen.« Christian Fischer