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Europameisterschaft der Roboter

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Landratstellvertreter Rudolf Schaupp (r.) mit Anne Bajard von der EU-Kommission, Professor Alain Winfield von der Universität Bristol (M.), Dr. Frank E. Schneider vom Fraunhofer Institut (2.v.l.) und dem örtlichen Organisator Frank Woodcock (l.). Fotos: Anzeiger/Wechslinger
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Christo lässt grüßen: Der Tunnel am Salinenparkplatz wurde verhüllt.
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Dr. Andreas Stadler am Demonstrationsobjekt des Schülerforschungszentrums Berchtesgaden.

Berchtesgaden – Mögen die Spiele beginnen: Seit gestern und noch bis zum Freitag findet auf dem Salinenplatz die Eurathlon, die Europameisterschaft der Roboter, statt. Die ganze Woche über werden im Festzelt Systeme verschiedener Firmen ausgestellt. Die Hersteller und ihre Maschinen messen sich täglich bei verschiedenen Wettbewerben auf dem Salinenplatz, in der Kaserne, auf der Dalsenwinkel-Straße sowie bei Workshops im Kongresshaus.


Landratstellvertreter Rudolf Schaupp hieß die über 150 Teilnehmer willkommen und erzählte ihnen alles Wichtige über die Geschichte Berchtesgadens und die vielen Möglichkeiten und Abwechslungen in der Region.

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Eurathlon ist ein neuer, von der Europäischen Union geförderter Robotikwettbewerb, bei dem Preisgelder ebenso ausgelobt werden wie Reisebeihilfen für Studenten. Spezielle Hardware steht zur freien Verfügung. In angeschlossenen Workshops sowie Ausstellungen und Vorführungen kann Wissen abgerufen und vertieft werden.

Bei den Wettbewerben wird Aufklärung in urbanem Gelände gefordert. Ferner müssen die Roboter in der Lage sein, gefährliche Güter zu orten und zu bergen. Auch in der autonomen Navigation mit GPS, Glonass und Galileo werden sich die Teilnehmer messen.

Eine weitere Möglichkeit Roboter einzusetzen ist die Fernhandhabung von explosiven Gegenständen. So sind Roboter in der Lage, Bomben zu finden, zu entschärfen und zu bergen. Interessant sollte auch die Simulationsanlage der Freiwilligen Feuerwehr Unterschleißheim mit Explosionen, Flammen und Rauch sein.

Gleich am Zelteingang wird ein Mini-Roboter-System aus Duplo-Bausteinen gezeigt, das vom Schülerforschungszentrum betrieben wird. Die Software ist dabei die Gleiche wie für die »echten« Großroboter. Bei mehreren Konferenzen im Kongresshaus diskutieren die Experten über unbemannte Systeme und deren Einsatz. Diskutiert wird dabei unter anderem die Frage, wie Feuerwehr, Rotes Kreuz, Polizei und Technisches Hilfswerk von der neuen Technik profitieren können.

Nach knapp fünf Wettbewerbstagen findet am Freitag ab 13.30 Uhr im Kongresshaus die Siegerehrung statt. Christian Wechslinger