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Fahnder stellen serbisches Regierungsfahrzeug sicher

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Ein herrenloser, verdächtiger Skoda führte zu internationalen Ermittlungen bei den Fahndungsbehörden. Die Kennzeichen ließen auf ein angebliches Fahrzeug der serbischen Regierung schließen, doch an dem Wagen gab es noch weit mehr Ungereimtheiten.


Mit einem besonderen Fall der polizeilichen Rechtshilfe hatten es in den letzten Tagen die Beamten der Traunsteiner Fahndungspolizei zu tun. Die slowenische Grenzpolizei in Obrezje bat um Unterstützung bei der Identifizierung eines verdächtigen Skodas mit Belgrader Kennzeichen, der herrenlos am Ausreiseparkplatz Richtung Kroatien stand.

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Nachdem sich über einen längeren Zeitraum kein Fahrer blicken ließ, nahmen die Beamten den Wagen näher unter die Lupe und stellten Manipulationen an einigen Fahrzeugteilen fest. Nach Überprüfung der Daten durch einen Sachbearbeiter in Freilassing stellte sich heraus, dass die gefälschte Fahrgestellnummer zu einem baugleichen Skoda gehört, der aktuell in Sachsen-Anhalt zugelassen ist.

Anhand der übermittelten Orginalnummer stellten die Fahnder fest, dass das Auto in Frankreich registriert war. Die serbischen Kollegen teilten derweil mit, dass die montierten Kfz-Kennzeichen für das "Srbija Government" ausgegeben sind, es sich also um ein serbisches Regierungsfahrzeug handeln müsste. Ein Auslandsaufenthalt konnte aber nicht bestätigt werden, so dass die Polizei in Slowenien ein gestohlenes Auto mit gefälschten Schildern vor sich hatte.

Aufgrund der vielen Widersprüche wurde der Skoda sichergestellt und die von der Kontaktstelle gelieferten Daten nochmals im europäischen Fahndungscomputer abgefragt. Mit Erfolg, denn zwei Tage später kam aus Frankreich die Meldung, dass der Skoda am Wochenende vorher in der Nähe von Toulon gestohlen wurde. Die slowenischen Behörden haben bereits mit Frankreich Kontakt aufgenommen.

Pressemeldung der Polizei Fahndung Traunstein