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Falscher Polizist ergaunert Zahlungscodes

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Freilassing – Ein falscher Polizist hat am Sonntagnachmittag telefonisch knapp 900 Euro ergaunert. Ein Mitarbeiter einer Tankstelle in Freilassing hatte einen Anruf von einem Mann erhalten, der sich als Kommissar ausgab und erklärte, Ermittlungen wegen Betrugs im Umgang von Paysafe-Karten zu führen. Dazu nannte der angebliche Polizeibeamte ein Aktenzeichen, aber nicht seine Dienststelle. Der Angestellte sollte ihm die Daten von 25 Paysafe-Karten durchgeben.


Der Mitarbeiter der Tankstelle erkannte auf dem Display seines Telefons die Telefonnummer der Firma, welche die Zahlungskarten vertreibt. Deshalb glaubte er dem angeblichen Polizeikommissar und teilte ihm die Codes für 25 Zahlungskarten, hauptsächlich für Prepaid-Karten mit. Dem Betreiber der Tankstelle entstand dadurch ein Schaden von 885 Euro.

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Nach ersten Erkenntnissen der Polizeiinspektion Freilassing nutzte der angebliche Polizist die Technik des sogenannten Telefonspoofings. Dabei werden Telefonnummern vorgetäuscht. Die echte Rufnummer des Anrufers wird dabei nicht angezeigt. Auf dem Telefondisplay des Angerufenen erscheint hingegen die Telefonnummer, die der Anrufer zuvor eingegeben hat. Diese Masche wird überwiegend von professionellen Betrügern verwendet. In den deutschen Telefonnetzen ist diese Möglichkeit gesetzlich verboten und wird durch technische Einschränkungen erschwert.

Die Polizei Freilassing gibt daher eine Warnmeldung heraus. »Kein Polizist wird jemals nach Codes von Paysafe-Karten fragen. Diese Daten sind für kein Strafverfahren relevant. Geben Sie solche Daten nicht am Telefon bekannt«, heißt es in einer Pressemitteilung. Gegen den falschen Polizeibeamten wird nun unter anderem wegen Amtsanmaßung, Ausspähen von Daten und Betrug ermittelt. fb