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Fantastische Fassade

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Ausgezeichnet: Das »Haus der Berge« hat den Bayerischen Holzbaupreis des Forstministeriums erhalten. (Foto: Kastner)

Berchtesgaden – Anfangs oft kritisiert, jetzt preisgekrönt: Die Architektur des »Hauses der Berge« ist in München mit dem Bayerischen Holzbaupreis des Forstministeriums ausgezeichnet worden. Eine Prämie von 3 000 Euro gab es dafür.


Die Nationalparkverwaltung hat für das Ausstellungskonzept im »Haus der Berge« und die Architektur des Umwelt- und Bildungszentrums bereits mehrere hochrenommierte Auszeichnungen erhalten. Dass mit dem Holzbaupreis jetzt wieder die Architektur gewürdigt wurde, freut Doris Lackerbauer, die Direktorin des Staatlichen Bauamtes Traunstein besonders. Immerhin haben die Architekten des Amts das Nationalparkzentrum selbst entworfen. »Wir sind über den Preis sehr glücklich«, so Lackerbauer. »Er zeigt, dass wir mit den freien Büros auf Augenhöhe stehen.«

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Insgesamt fünf Objekte hat Forstminister Helmut Brunner mit dem Bayerischen Holzbaupreis bedacht: Ebenfalls 3 000 Euro Siegerprämie gab es für die Modernisierung des 150 Jahre alten »Haus des Briefträgers« in Vorderfirmiansreut im Landkreis Freyung-Grafenau und den Ausstellungspavillon der Schnitzschule in Oberammergau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Mit Sonderpreisen von je 500 Euro wurden für eine kreative Neuinterpretation traditioneller Nutzbauten ein Ziegenstall in Seubersdorf im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz und ein Hühnerhaus in Kneiting bei Regensburg ausgezeichnet. Sechs weitere der insgesamt 248 eingereichten Projekte erhielten eine Anerkennung.

Die Beispiele zeigen nach den Worten des Ministers, welche gestalterische Vielfalt beim Bauen mit Holz möglich ist. Der ständig nachwachsende Roh- und Werkstoff biete hervorragende technische, energetische und raumklimatische Eigenschaften, sagte Brunner. Holz habe darüber hinaus aber auch unschlagbare ökologische Vorzüge. Der Holzbaupreis ist ein Gemeinschaftsprojekt des Forstministeriums mit dem Landesbeirat Holz Bayern e.V. und proHolz Bayern. Er wird seit 1978 alle vier Jahre verliehen, heuer zum neunten Mal. Christian Fischer