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Fast 10 000 Euro Geldstrafen auf der A8

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Foto: dpa / Symbolbild

Schwarzbach – Die Bundespolizei hat am Montag auf der Autobahn Salzburg-München mehrere Personen festgenommen. Es handelt sich um Männer aus Kroatien, Bulgarien und Polen. Ein 32-Jähriger konnte seine Reise nur dank finanzieller Unterstützung seines Arbeitgebers fortsetzen.


Auf der A8 bei Schwarzbach stoppten Bundespolizisten einen Wagen mit polnischen Kennzeichen. Bei der Überprüfung der Personalien des Fahrers fanden die Beamten heraus, dass der Mann wegen Diebstahls vor mehr als zwei Jahren zu einer Geldstrafe in Höhe von rund 4000 Euro verurteilt worden war. Da der Pole die offene Summe bei seiner Festnahme nicht begleichen konnte, musste er ersatzweise einen 129-tägigen Gefängnisaufenthalt in Bernau antreten.

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Bei der Kontrolle eines bulgarischen Staatsangehörigen schlug der Fahndungscomputer gleich zweimal Alarm. Der 34-Jährige wurde von den Staatsanwaltschaften in Limburg an der Lahn und Dortmund gesucht. Nach Verurteilungen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Nötigung hatte er noch Justizschulden in Höhe von rund 4700 Euro. Nachdem der Bulgare den geforderten Betrag zahlen konnte, durfte er weiterreisen.

Ebenfalls in der Grenzkontrollstelle bei Schwarzbach überprüften Bundespolizisten die Personalien eines Kroaten. Wie sich herausstellte war der Mann vom Amtsgericht Wuppertal wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort verurteilt worden. Seine Strafe in Höhe von etwa 1000 Euro hatte er bisher nicht beglichen. Ersatzweise sah das Gericht eine 30-tägige Haftstrafe vor. Den Gang ins Gefängnis konnte der 32-Jährige dank seines Chefs, der das Geld für ihn auslegte, verhindern.

Anders erging es seinem kroatischen Landsmann, der am Vortag festgenommen worden war. Nach gleich zwei Haftbefehlen der Staatsanwaltschaft Stuttgart hatte der 30-Jährige keine Wahl. Er war wegen Diebstahls 2013 und 2016 zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Seine Haftstrafen von insgesamt über vier Jahren muss er nun in der Justizvollzugsanstalt Bernau absitzen.