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Feierliche Prozessionen zu Fronleichnam im Talkessel

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Die imposanten Fahnen bei der Prozession durch die Schönau machen schon was her.
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Die Gläubigen ziehen durch die Strub. (Fotos: B. Stanggassinger)
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Die Sonne gab ihr Bestes am gestrigen Vormittag.
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Das Wichtigste bei der Prozession ist das Allerheiligste. Hier spricht Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob den Segen.
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Ein Prangerbua gönnt sich zwischendurch einen Apfel.
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Die Fronleichnamsprozession an der Gollenbachbrücke.
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Mesner Sieger und Pfarrer Fischer in der Strub.
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Die Dirndl vom GTEV »D'Kehlstoana« tragen die Madonna.

Berchtesgaden – Das Fronleichnamsfest ist das Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi. An diesem Tag feiern Katholiken die bleibende Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie, in den Zeichen von Brot und Wein. Auch in den Gemeinden des Talkessels zogen Gläubige in Prozessionen mit dem Allerheiligsten durch die Ortschaften. Nur in Ramsau musste die Prozession wegen der Sperrung des Kunterwegs abgesagt werden.


Die Weihnachtsschützengesellschaft Oberherzogberg schoss um 6 Uhr den Weckruf. Die Häuser entlang der Prozessionswege waren festlich geschmückt und mit viel Liebe waren Altäre aufgebaut worden. Die Berchtesgadener Fronleichnamsprozession begann nach einem Gottesdienst am Salzbergwerk Berchtesgaden. Ein mächtiger Altar erstreckte sich bis zum ersten Stockwerk des Verwaltungsgebäudes. Die Dirndln des GTEV »D'Kehlstoana« begannen bereits um 7 Uhr mit dem Schmücken der Muttergottes, welche sie mit getragen haben. Um ihr Festgewand während der Arbeit nicht zu beschmutzen, banden sie sich während der Arbeit gelbe Säcke vor die Schürzen. Auch die Fahnen der Trachtenvereine und Zünfte wurden am Salzbergwerk mit Blumen geschmückt.

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Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob feierte in Konzelebration mit Pater Benno Skwara OFM und Pater Terentian Wawrzonkowski OFM einen Festgottesdienst. Während der Prozession wurde an drei Stationen angehalten, das Evangelium verkündet und der Segen Gottes gespendet. Pfarrer Frauenlob sagte in seiner Predigt: »Die Kirche ist heute als pilgerndes Volk Gottes unterwegs.« Er verwies auf die jeweils bei den Stationen verkündeten Evangelien. An der ersten Station am Gollenbachkreuz von den Seeligpreisungen, an der zweiten Station am Bürgerheim, dem Gebot der Liebe, das Jesus den Seinen auftrug und am Schacherkreuz von denen, die keine Zeit haben, der Einladung zu folgen und keine Zeit für Gott haben. »Diese Evangelien sind die Rastplätze auf diesem Pilgerweg, damit wir neue Hoffnung schöpfen und im Glauben gestärkt werden. Die wichtigste Stärkung in der Prozession ist das Allerheiligste, Christus selber«, so der Pfarrer. Während der Prozession schossen die Untersalzberger Weihnachtsschützen. Die Straßen wurden teilweise von der Polizei gesperrt. In Strub war es wesentlich entspannter, hier war eine kleine Prozession unterwegs. Die Feuerwehr regelte den Verkehr. Es schossen während der Prozession die Struber Weihnachtsschützen am Standplatz neben der Kirche und ein paar Schützen begleiteten die Prozession mit Schüssen. Den Segen mit der Monstranz erteilte Pfarrer Hans Fischer, während der Prozession trug sie Diakon Bernhard Hennecke.

In Schönau am Königssee schossen die Schönauer Weihnachtsschützen am Hanauerstein. Bei einer Station am Krennlehen ging es um den Dank für die Früchte auf Erden. Pfarrer Herwig Hoffmann dachte dabei auch an die Almen. Bei der Prozession in Berchtesgaden spielte die Musikkapelle Maria Gern, in der Strub sang der Kirchenchor und in der Schönau spielte die Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Schönau. Bernhard Stanggassinger