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Felssturz am Struber Berg

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Diese Steine haben sich gestern gegen 14 Uhr unterhalb einer Tanne am Struber Berg gelöst. Zum Glück war zu dieser Zeit dort kein Auto unterwegs. (Foto: B. Stanggassinger)

Berchtesgadener Land – Einen einsatzreichen Sonntag bescherte das Sturmtief »Herwart« den Feuerwehren im Landkreis Berchtesgadener Land. In Bischofswiesen hat sich ein Felssturz am Struber Berg gelöst, etwa drei Kubikmeter an Steinen fielen herunter. In der Ramsau waren drei Fahrzeuge von umgefallenen Bäumen eingeschlossen. Und auch für die Kollegen aus den weiteren Gemeinde hieß es: Bäume von Straßen und heruntergefallene Dachziegel entfernen.


Der Schwerpunkt der Einsätze im Berchtesgadener Land erstreckte sich auf den südlichen Landkreis. In Bischofswiesen wurde die Feuerwehr um 14 Uhr alarmiert, da sich etwa 30 Meter oberhalb der Straße am Struber Berg Felsbrocken gelöst hatten. Gemeinsam mit dem Bauhof der Gemeinde und auch unterstützt von Bürgermeister Thomas Weber beseitigten die Einsatzkräfte den Felssturz und fällten einen Baum oberhalb der Straße. Darunter hatten sich die Steine aus dem Erdreich gelöst.

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Die Freiwillige Feuerwehr Ramsau musste zu 20 Einsätzen ausrücken. Sturm »Herwart« hatte viele Bäume, vor allem am Hintersee, zum Umfallen gebracht. Das Straßenbauamt Traunstein sperrte die B 305 schließlich komplett zwischen Mordau und Schneizlreuth, da es zu gefährlich gewesen wäre, dort weiterhin zu fahren. Am Nachmittag lagen hier noch einige Bäume auf der Fahrbahn, wie ein Angehöriger der Feuerwehr auf Nachfrage berichtete. Insgesamt wurden in der Ramsau drei Fahrzeuge von Bäumen eingeschlossen, verletzt wurde niemand.

Auch in Berchtesgaden gab es keine Verletzten, allerdings mussten die Kameraden 17-mal ausrücken. In der Oberau hatte der Sturm einen Stadel abgedeckt. Ansonsten galt es, wie in den anderen Gemeinden auch, Bäume von Straßen zu schaffen.

Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Schönau hatten bis Sonntagnachmittag acht Einsätze zu bewältigen. Insgesamt lagen sieben Bäume auf Straßen, und Sturm »Herwart« deckte ein Hausdach ab. Seit der ersten Alarmierung um 6:50 Uhr waren landkreisweit die Feuerwehren im Dauereinsatz. Bis 14 Uhr wurden bereits 100 Einsätze abgearbeitet. Umherfliegende Bauteile und sonstige vom Wind aufgewirbelten Gegenstände gefährdeten Passanten und Einsatzkräfte. Zur Unterstützung der Feuerwehren wurde von der Kreisbrandinspektion die Abschnittsführungsstelle im Feuerwehrgerätehaus Berchtesgaden besetzt. fb/av