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Ferienfreude auch am Vormittag

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Der Bischofswieser Kinderhort hat künftig in den Ferien auch vormittags geöffnet. (Foto: Archiv/Pfeiffer)

Bischofswiesen – Der Gemeinderat Bischofswiesen hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig geänderte Ferienöffnungszeiten für den Kinderhort beschlossen. So ist der Kindergarten künftig auch vormittags geöffnet. Bisher war erst ab 11 Uhr eine Betreuung möglich. Außerdem gibt es künftig feste Schließzeiten in den Sommerferien.


Es ist eine Idee, von der Eltern, Kinder und Gemeinde profitieren: Der Kinderhort in Bischofswiesen hat künftig in den Ferien auch vormittags geöffnet. Bisher war die Betreuung erst ab 11 Uhr im Angebot. Schlecht für berufstätige Eltern.

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Außerdem konnten Eltern bisher drei Wochen in den Sommerferien auswählen, in denen das Kind den Hort nicht besucht. »Ein massives Problem für den Personalschlüssel«, wie Walch erläuterte. »Das Personal muss da sein, auch wenn es nicht gebraucht wird.« Deshalb hat der Kinderhort ab sofort in den Sommerferien zwei Wochen geschlossen. Eine zusätzliche Woche können Eltern nach wie vor frei auswählen.

2. Bürgermeister Thomas Resch (FW), der die Sitzung stellvertretend für Thomas Weber leitete, wies darauf hin, dass der Gesetzgeber sogar 40 Schließungstage erlaubt. »Das nutzen wir bei Weitem nicht aus. Wir kommen nur auf 21«, erklärte er. Da schüttelte Hans Metzenleitner (SPD) den Kopf. Er bemerkte eine Diskrepanz zwischen dem gesetzlichen Anspruch auf einen Krippenplatz und der hohen Zahl der Schließungstage. »40 Tage sind völlig unlogisch«, betonte er. »Ja, wie es halt oft ist beim Gesetzgeber«, fügte Resch süffisant hinzu.

Josef Pletzer (CSU) merkte an, dass es im Kinderhort keine Inklusion behinderter Kinder gebe. Er wollte wissen, ob das rechtlich zulässig sei. Wie Geschäftsleiter Walch erklärte, sei der Hort nicht barrierefrei. Und somit nicht inklusionstauglich. »Behinderte Kinder sind in Spezialeinrichtungen weitaus besser aufgehoben.« Dem stimmten Thomas Resch und Hans Metzenleitner zu. »Die Voraussetzungen und auch die Ausbildung der Fachkräfte sind in Spezialeinrichtungen besser«, betonte Metzenleitner.

Ein anderes Problem sprach Ludwig Hochreiter (CSU) an. Nämlich, dass manche Eltern ihre Kinder bei mehreren Einrichtungen gleichzeitig anmelden, »damit sie sicher ein Platz kriegen«. Wie Geschäftsleiter Rupert Walch erklärte, sei das Phänomen bekannt. Durch regelmäßige Besprechungen mit den anderen Einrichtungen habe man die Lage im Griff. Christian Fischer