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Ferngesteuert zum Erfolg

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Seppi Nagel und Max Springl (l.) haben sich dem Automodellsport verschrieben. Sie trainieren beim PSV Salzburg und bestreiten dort auch Rennen. (Foto: Wechslinger)

Bischofswiesen – Die Bischofswieser Seppi Nagel und Max Springl sind groß in den Miniatur-Motorsport eingestiegen. Die beiden haben sich dem Polizei-Sport-Verein Salzburg angeschlossen, der eine Rennstrecke für Modellautos in Salzburg betreibt.


Die Strecke ist 165 Meter lang und weist einen Doppelsprung, einen Table und einen Einfachsprung auf. Gefahren wird auf einem harten, aber rutschigen Lehmboden, der den Piloten vor allem bei schönem Wetter viel abverlangt, weil Staubwolken die Sicht erschweren. Die Fahrer dirigieren ihre Modellautos von einer Überhöhung aus. Die Schnellsten sind dabei mit bis zu 100 km/h auf den Geraden unterwegs. Allerdings geht es nicht nur um Höchstgeschwindigkeiten, sondern um eine schnelle Beschleunigung.

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Beim Automodellsport kommt es neben der Qualität des Modellautos vor allem darauf an, dass die Fahrer ihr Navigationsgerät mit viel Fingerspitzengefühl bedienen. Dabei sind die richtige Dosierung, große Konzentration und ein großes Reaktionsvermögen nötig. Denn die RC-(Radio Control)-Cars haben sich in den vergangenen Jahren technisch rasant entwickelt. Im Preissegment sind nach oben keine Grenzen gesetzt, gebrauchte Modelle sind jedoch bereits um wenige Hundert Euro zu haben.

Einzelradaufhängungen, verstellbare Dämpfer und Federsysteme, Mehrganggetriebe, einstellbare Differenziale sowie unterschiedlichste Antriebsarten stellen immer wieder neue Herausforderungen dar. Werkstoffe wie Kohlefaser oder besonders leichte, aber feste Aluminiumlegierungen sind im Wettbewerb mittlerweile Standard. Spezielle Gummimischungen sorgen für den notwendigen Grip der Reifen. Die meisten Autos werden auf allen vier Rädern angetrieben, Max Springl fährt aber auch einen heckgetriebenen Buggy. »Mit der Heckschleuder kann man wie bei echten Autos anders fahren als mit einem Quattro«, weiß Springl.

Um im Wettbewerb das teure Wettrüsten einzudämmen, sind in den vergangenen Jahren Standard-Klassen definiert worden. Hier wird das reine Baukastenmodell eines RC Cars eingesetzt und das Tuning eingeschränkt. Damit soll vor allem Einsteigern und Modellsportlern mit schmalem Budget der Spaß am Modellbau erhalten und das Hobby bezahlbar bleiben. Max Springl hat den PSV Salzburg über das Internet gefunden und sich dem Verein zusammen mit Seppi Nagel angeschlossen. Die beiden beteiligten sich auch schon an mehreren Rennen und heimsten mit ihren Buggys bereits schöne Erfolge ein, die mit großen Pokalen belohnt worden sind.

Nähere Informationen gibt es auf www.psv-salzburg.net. Christian Wechslinger