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Feuerszenario in der Schön-Klinik

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Große Brandschutzübung in der Schön-Klinik: Mit Drehleitern mussten die Feuerwehrexperten vermeintlich bewusstlose Patienten von den Balkonen retten. Fotos: privat
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Die Einsatzleitung schickte zwei Atemschutztrupps in den verrauchten Keller, um nach Personen zu suchen.

Schönau a. K. (erk) – Eine Waschmaschine im Keller der Schön-Klinik hatte vermeintlich einen Brand ausgelöst, das Untergeschoss war teilweise verraucht, im darüber liegenden ersten Stock waren Patienten auf Balkone geflüchtet, um dem Qualm zu entgehen. Diese Szenerie wurde kürzlich mit unbedenklichem Nebelfluid und Statisten gestellt, damit die Feuerwehren, das Rote Kreuz und der Katastrophenschutz zusammen mit der Krankenhaus-Einsatzleitung proben konnten, ob die Abläufe für den Ernstfall gut abgestimmt sind.


Um 13 Uhr schlug der Hauptmelder der Brandmeldeanlage in der Schönauer Klinik Alarm, bereits wenige Minuten später war die Einsatzleitung der Freiwilligen Feuerwehr Schönau mit zwei Fahrzeugen angerückt. Nach ihrer fachmännischen Einschätzung löste sie einen Großalarm aus, der mehrere Feuerwehren im Landkreis einbezieht. Keine Viertelstunde nach dem ersten Alarm ging es vor der Klinik bereits richtig rund: 150 Feuerwehrleute rückten an – im Ernstfalle wären es beim Großalarm sogar 220 Mann.

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Zwei Einsatztrupps wurden mit Atemschutzmasken in den verrauchten Keller geschickt, um dort eingeschlossene Personen zu retten. Mit Drehleitern brachten die Feuerwehrmänner fünf Statisten, vermeintlich teils verletzt oder bewusstlos, von den Balkonen in Sicherheit. Die restlichen 20 Statisten, welche Patienten oder deren Besucher spielten, konnten noch über die Gänge und Treppenhäuser in einen anderen Brandabschnitt – also in einen nicht betroffenen und durch Brandwände gesicherten Gebäudeteil – überführt werden. Die Statisten, die Patienten mimten, wurden dann – soweit sie noch gehfähig waren – in die Schönauer Schneewinklschule transportiert, wo die BRK-Bereitschaft ein Bettenlager errichtet hatte.

Aus Kliniksicht hat das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzkräfte bestens funktioniert: »Die Abstimmung zwischen den Einsatzkräften klappte nahtlos, dadurch hatten wir immer den Überblick, bis alle vermeintlichen Patienten aus den Gefahrenzonen gerettet waren. Auch unser eigener Krankenhaus-Einsatzplan, der mit dieser Übung ebenfalls auf dem Prüfstand stand, hat sich bewährt«, erläuterte Florian Lichtmannegger, der Technische Leiter der Schön-Klinik.

Auch Sebastian Walch, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Schönau, zeigte sich zufrieden: »Die Zusammenarbeit mit dem BRK, den beteiligten Feuerwehren Berchtesgaden, Bad Reichenhall, Bischofswiesen, Ramsau und der Nachbarwehr Königssee hat bestens funktioniert.«