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Flammenhölle BMW

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Manfred Walch aus der Oberau konnte nur noch hilflos zusehen, wie sein BMW am Obersalzberg den Flammen zum Opfer fiel. Jetzt wartet er auf die Zahlung der Versicherung. Foto: Freiwillige Feuerwehr Berchtesgaden

Berchtesgaden – Mit einem Mal schlug Feuer aus der Motorhaube des BMW, in dem Manfred Walch saß. Der Schock war groß. Der 26-jährige Oberauer befand sich auf dem Weg vom Obersalzberg, Höhe Dokumentationsstelle, talabwärts. Er konnte gerade noch aus dem Auto flüchten und musste dann zusehen, wie sein Wagen abbrannte.


Manfred Walch war vor rund zwei Wochen mit seinem BMW 335i Touring unterwegs. Er hatte noch etwas zu erledigen. »Ich wollte den Obersalzberg runterfahren«, erinnert sich der leidenschaftliche Autofahrer. Er ahnte nichts Böses, denn bislang hatte ihn das Auto immer gut und sicher ans Ziel gebracht. Doch dieses Mal kam alles anders. »Plötzlich hat die Motorsteuerung rot aufgeleuchtet.« Walch war verwundert. Viel Zeit zum Nachdenken hatte er aber nicht.

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Denn schon wenige Sekunden später brannte der BMW, Flammen schlugen aus dem Motorraum. Und Manfred Walch fuhr gerade den Berg nach unten. Die Signalleuchte war noch immer rot, »ich hatte ein ganz schlechtes Gefühl.« Der Motor ging automatisch aus, der Kombi bremste ab. Und Walch? Der wollte so schnell wie möglich aus dem Fahrzeug raus.

Nur sechs Jahre alt ist der BMW, der 26-Jährige fährt ihn noch nicht sehr lange, erst seit 2012. »Ich hätte nie gedacht, dass so etwas passieren kann«, sagt Manfred Walch, der versuchte, das brennende Fahrzeug an einer Straßengabelung abzustellen. »Da, wo es zum Hotel Türken hochgeht, ist mein Auto zum Stehen gekommen.« Walch ergriff dann sofort die Flucht, er riss die Tür auf und sprang aus dem Fahrzeug. Dass er im Auto noch ein paar Sportsachen liegen hatte, Versicherungsunterlagen und seine Geldbörse, interessierte ihn zu diesem Zeitpunkt nicht mehr.

Er musste zusehen, wie sein gut ausgestattetes Auto bis auf das Chassis niederbrannte. »Alles, was drin war, ist den Flammen zum Opfer gefallen«, sagt Walch betrübt, der sofort die Feuerwehr alarmiert hatte. »Ich hab auch meinen Bruder angerufen.« Der kam dann auch zehn Minuten später mit einem Feuerlöscher. Doch konnte er nichts mehr ausrichten, der BMW brannte bereits lichterloh.

Die Sache ist nun ein Fall für die Versicherung. Der Restwert von Walchs Auto lag, so die Schätzung im Nachhinein, bei 22 000 Euro. Mittlerweile wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben. Warum der BMW zu brennen begonnen hatte, konnte der Experte aber auch nicht mehr feststellen. Walch ist nun erst einmal zum Warten verdonnert. »Bei den Versicherungen dauert das ein bisschen länger«, sagt er scherzhaft. Den Schaden soll er aber in jedem Fall ersetzt bekommen.

Ganz auf einen fahrbaren Untersatz muss er aber nicht verzichten. Zwar kriegt er keinen Leihwagen. »Der steht einem nur bei einem Unfall zu. Ich habe aber einen Zweitwagen, einen Subaru.« Mit dem zeigt sich Manfred Walch recht zufrieden. Einen BMW mag sich der Oberauer nicht mehr zulegen. Die Gefahr, dass erneut etwas passiert, sei ihm zu groß. Kilian Pfeiffer